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Bio-Spargel

Spargel ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Er hat sehr verzweigte, oft kletternde Stängel und sehr kleine, schuppenförmige, fleischige bis häutige Blätter. Die Triebe des Gemüsespargels (Asparagus officinalis) sind eine geschätzte Delikatesse. Diese gehen aus einem unterirdischen, sympodial verzweigten Rhizom hervor, das als Dauer- und Speicherorgan im Boden verbleibt.
Spargel ist arm an Kalorien, aber reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Im grünen Spargel stecken mehr Vitamine als im weißen. Spargel regt die Nierentätigkeit an und entwässert. Als Portion ist ein Pfund Spargel pro Person als Hauptgericht angemessen.
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Wenn die Witterung warm und feucht ist, kann Spargel bis zu sieben Zentimeter am Tag wachsen. Durch Aufhäufeln der Erde bei der Spargelzucht bleiben die Triebe auch bei einer Länge von 20 Zentimetern hell, da sie ohne Licht kein Chlorophyll bilden können. Der so gezogene Spargel wird Weißer Spargel genannt und ist erst seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Bis dahin wurde nur Grüner Spargel geerntet, der nicht durch Erde vor dem Sonnenlicht geschützt wird und in voller Länge kräftig grün gefärbt ist. Vor allem in Frankreich wartet man, bis der Schössling etwas aus der Erde ragt und die Spitze eine leicht violett-grünliche Färbung annimmt.
Die jungen Triebe (griechisch asp(h)áragos, „junger Trieb“) werden in Europa je nach Region von März bis Juni geerntet. Die Heimat des Gemüsespargels sind die warmen und gemäßigten Regionen Süd- und Mitteleuropas, Algeriens und Vorderasiens. Spargel benötigt Wärme und lockeren, sandigen, nicht zu feuchten Boden. Ab dem dritten Jahr nach Anpflanzung kann mit der Ernte begonnen werden. Die Beete geben bei richtiger Pflege und Düngung mit Mist, Jauche, Asche und Kalidünger bis zu zehn Jahre guten Ertrag.
Die besondere Qualität von Bio-Spargel
Möglichst naturbelassen sollen Bio-Lebensmittel sein, so schreibt es die EG-Öko-Verordnung vor. Auf allen Produktionsstufen der Bio-Verarbeitung sind die radioaktive Bestrahlung der Zutaten sowie der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen verboten. Verbände des ökologischen Landbaus, wie Demeter, Bioland oder Naturland, haben ihre eigenen Verarbeitungsrichtlinien. Sie sind in vielen Punkten detaillierter als die EG-Öko-Verordnung. Lesen Sie mehr über die Grundsätze des Ökolandbaus:
Greenpeacevergleich "Bio kontra konventionell": Deutlich weniger Pestizidbelastung
Greenpeace empfiehlt "Bio". Denn: „Die Pestizidbelastung bei konventionellem Obst und Gemüse ist mehr als Besorgnis erregend“, warnt Martin Hofstetter, Experte von Greenpeace.
Verarbeitung und Lagerung
Guter und frischer Spargel ist glatt und glänzend und lässt sich leicht brechen. Seine Schnittflächen sollten hell und feucht sein und beim Zusammendrücken saften. Frische Stangen quietschen, wenn sie aneinander gerieben werden und haben geschlossene Spitzen.
Geernteter Spargel liebt Kälte. Daher sollte er im Kühlschrank im Gemüsefach ganz unten gelagert werden. Weißer und violetter Spargel können so - in einem feuchten Tuch eingeschlagen – mehrere Tage gelagert werden. Grüner Spargel kann stehend in Wasser aufbewahrt werden.
Frisch geschälter Spargel lässt sich gut portionsweise einfrieren. Zum Garen sollte er dann jedoch unmittelbar aus dem Gefrierfach ins kochende
Salzwasser gelegt werden.

Weiterführende Links
Nachrichtenarchiv zum Thema "Bio-Spargel"
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Das aktuelle Spargel-Rezept
Gratinierter Spargel mit Rinderfilet
von BIOSpitzenkoch Andreas Weihmann
Zutaten (für 4 Personen):
4 Rinderfilets (à 120 g)
16 Spargelstangen (weiß)
16 Kartoffeln (klein, mittelfest kochend)
1 Möhre
1 halbe Stange Lauch
1 Zucchini
25 g Kräutermischung für "Frankfurter grüne Sauce" (tiefgefroren) 50 g Parmesankäse (gerieben) 100 g Paniermehl 200 g Butter
2 Eier
Saft einer halben Zitrone
½ TL Kümmel
Sonnenblumenöl
Zucker
Salz
Pfeffer
Küchenkrepp
Zeit für die Zubereitung: rund 45 Minuten
Zubereitung:
Salzwasser mit Kümmel in einem Topf erhitzen. Pellkartoffeln darin kochen. Währenddessen die Möhre waschen, schälen und würfeln. Lauch und Zucchini waschen. Den Lauch in Ringe und die Zucchini in kleine Würfel schneiden. Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Das Gemüse darin etwa vier Minuten blanchieren. Anschließend Wasser abgießen. Das Gemüse mit kaltem Wasser abschrecken und in einem Sieb gut abtropfen lassen.
Spargel putzen und unterhalb des Spargelkopfes schälen. In einem Topf Wasser mit jeweils einer Prise Salz und Zucker sowie einer Messerspitze Butter zum Kochen bringen. Darin den Spargel etwa 15 bis 20 Minuten bissfest kochen. Heißes Wasser abgießen und den Spargel kurz abkühlen lassen.
Die Eier in einem tiefen Teller mit einer Gabel verquirlen. Paniermehl auf einen Teller geben. Spargelstangen zuerst im Ei und danach im Paniermehl wenden. Anschließend Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spargelstangen darin anbraten. Spargel anschließend im Ofen bei geringer Hitze warm halten.
Rinderfilets mit Küchenkrepp abtupfen, salzen und pfeffern. Das Öl in der Pfanne wieder erhitzen und die Rinderfilets darin etwa drei Minuten (für "medium") von jeder Seite anbraten. Für ein weniger durchgebratenes Filet die Bratzeit verkürzen. Die Filets anschließend im Ofen warm halten. Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen. Die Pellkartoffeln darin goldbraun anbraten.
Die halbe Zitrone auspressen und den Saft sammeln. Restliche Butter in der Pfanne, in der zuvor der Spargel und die Rinderfilets gebraten wurden, schmelzen. Blanchiertes Gemüse, Kräuter und Zitronensaft untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spargel und Rinderfilets aus dem Ofen nehmen und auf vier Teller verteilen. Kartoffeln hinzugeben und das Ganze mit der Gemüse-Kräutermischung übergießen. Abschließend mit geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.
Kosten pro Person: rund 8,20 Euro
Tipp:
Tipps rund um Bio-Spargel finden Sie in unserem aktuellen Top-Thema auf www.bio-spitzenkoeche.de.
Mittelfest kochende Kartoffelsorten wie Agria, Gloria, Granola und Secura lassen sich besonders gut als Pellkartoffeln zubereiten. Immer mehr Sorten sind mittlerweile in Bio-Qualität erhältlich.
Als preisgünstigere Alternative zum Rinderfilet bietet sich Hähnchenbrustfleisch (4 à 125 g) an. Die Kosten lassen sich so auf 6,80 Euro pro Person reduzieren.
Ihr BIOMomente-Team wünscht Ihnen einen guten Appetit!
Copyright: BLE, Bonn
Die Zutaten erhalten Sie aus kontrolliert ökologischem Anbau bei einem dieser rund hundert Bio-Läden, Bio-Höfen oder Bio-Lieferdiensten:
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Weitere Spargel-Rezepte
naturkost.de: "Gepfefferter Spargelsalat"
eve-magazin: "Spargel mit Pfannkuchen und Kräutersauce"



