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Weltagrarbericht zum Ökolandbau
(04.12.2009)
Ökologische Nachhaltigkeit gefordert
Der Weltagrarrat reagiert auf die die allgemeine Erkenntnis, dass in den Bereichen Wissenschaft und Technologie zwar bedeutende Erfolge hinsichtlich unserer Fähigkeiten, die Produktivität der Landwirtschaft zu steigern, erzielt wurden, wir uns jedoch mit einigen unerwünschten gesellschaftlichen und ökologischen Folgen dieser Errungenschaften bisher wenig beschäftigt haben.
Jetzt ist laut Weltagrarrat die Zeit gekommen, sich mit diesen Folgen befassen und unterschiedliche mögliche Strategien umreißen, mit denen die zukünftigen Herausforderungen bewältigt werden können.
Um die vielfältigen Bedürfnisse und Interessen zu berücksichtigen, die das menschliche Leben bestimmen, ist ein gemeinsamer Nachhaltigkeitsansatz mit lokaler und grenzüberschreitender Zusammenarbeit vonnöten.
Heute kann man eine asymmetrische Entwicklung, die nicht nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sowie anhaltende Armut in Städten und ländlichen Gegenden beobachten. Allgemein lässt sich sagen, dass die negativen Auswirkungen globaler Veränderungen am stärksten die ärmsten und am meisten gefährdeten Menschen zu spüren bekommen, deren Chancen auf wirtschaftliches Wachstum sowie deren Privilegien seit jeher begrenzt sind.
Kleinbäuerliche Strukturen fördern
Die größte Herausforderung in Bezug auf AKST besteht darin, die landwirtschaftliche Produktivität nachhaltig zu erhöhen. AKST müssen die Bedürfnisse kleinbäuerlicher Betriebe in unterschiedlichen Ökosystemen berücksichtigen und realistische Entwicklungschancen für die Betriebe an den Stellen schaffen, an denen das Potenzial für eine flächendeckende Produktivitätssteigerung gering ist
Richtungswechsel gefordert
Um Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und auf neue Prioritäten und sich ändernde Bedingungen zu reagieren, fordert der Weltagrarrat einen grundlegender Richtungswechsel; dies schließe die Bereiche Wissenschaft, Technologie, Politik, Institutionen,Entwicklung von Kapazitäten sowie Investitionen ein. Mit einem solchen Richtungswechsel würde man die große Bedeutung der Multifunktionalität der Landwirtschaft anerkennen, ihr stärkeres Gewicht verleihen und gleichzeitig der Komplexität landwirtschaftlicher Systeme in unterschiedlichem sozialem und ökologischem Kontext Rechnung tragen.
Laut Agrarbericht sind Konzepte erforderlich, mit denen die Nachhaltigkeit verbessert und gleichzeitig die Produktivität erhalten wird, so dass die natürlichen Ressourcen und die Sicherung ökologischer Landbausysteme geschützt werden.
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http://www.elvira-drobinski-weiss.de/downloads/Weltagrarbericht%20korrigiert.pdf



