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Vegetarische Ernährung

(20.01.2012)

Verzicht auf Fleisch schont die Umwelt

Der negative Einfluss der Nutztierhaltung auf die Umwelt wird durch intensive Untersuchungen immer deutlicher. Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN, hat bereits 2006 die Auswirkungen des weltweit steigenden Fleischkonsums auf Aspekte wie Umweltverschmutzung, Klimaveränderung und Biodiversität zusammenfassend aufgezeigt.

Die Aktivitäten, die zur Erzeugung tierischer Lebensmittel notwendig sind, verursachen demnach 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Betrachtet man nur den Landwirtschaftssektor, ist die Viehhaltung für fast 80 Prozent der Emissionen verantwortlich. Bis ein Kilogramm Rindfleisch in der Fleischtheke angeboten werden kann, werden gut 13.000 g CO2-Äquivalente emittiert, für Geflügel und Schwein etwas mehr als 3.000 g. Dagegen entstehen zum Beispiel bei der Herstellung von einem Kilogramm Teigwaren nur 900 g CO2-Äquivalente und für unverarbeitetes Gemüse nur 150 g.
Die Werte für Milchprodukte sind ebenfalls hoch, was an der Aufzucht von Milchtieren und der starken Verarbeitung liegt. Für ein Kilogramm Milch werden 940 g der Klimagase emittiert, für daraus hergestellte Produkte liegen die Werte dementsprechend höher.
Für die Produktion von tierischen Lebensmitteln werden Naturressourcen besonders intensiv genutzt. Viehhaltung und Futteranbau beanspruchen 70 Prozent der globalen landwirtschaftlichen Fläche, allein 33 Prozent des Ackerlandes wird gebraucht, um Viehfutter herzustellen. Der sogenannte "Veredelungsprozess" von der Pflanze über das Viehfutter bis zum verzehrfertigen Fleisch verschwendet enorm viel Nahrungsenergie. Je nach Tierart und Fütterung sind das Verluste von 70 bis 90 Prozent.
Vegetarisch zu leben ist demnach deutlich klimaschonender und nachhaltiger als mit Mischkost, alleine schon dadurch, dass auf Fleisch und Fisch verzichtet wird. Andere Aspekte, wie der Kauf von möglichst unverarbeiteten Produkten und die Bevorzugung von saisonalen und regionalen Waren verbessern die Klimabilanz zusätzlich.

Nora Moltrecht, www.aid.de

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