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Pfandflaschen fast immer am umweltfreundlichsten

(17.06.2008)

Ausnahme: Der Getränkekarton

Das riesige Angebot an Produkten und Verpackungen erschwert immer wieder die "richtige" Entscheidung. Gerade bei Getränkeverpackungen haben Verbraucher die Qual der Wahl: Glasflasche, Plastikflasche, Dose oder Getränkekarton? Einweg oder Mehrweg?

Durch die Einführung der Pfandpflicht auf bestimmte Einweg-Verpackungen hat die Verwirrung noch zugenommen. Viele Verbraucher gehen davon aus, dass bepfandete und zurückgebrachte Verpackungen in jedem Fall Mehrweg- und damit umweltfreundliche Verpackungen sind. Das stimmt so aber nicht.

Erkennungszeichen

Wer bei der Eingabe der Pfandflaschen aus Kunststoff in den Rücknahmeautomat genau hinhört, hört schon den Shredder. Wer Pfand mit Mehrweg gleich setzt, liegt häufig daneben. Dieses Zeichen steht für "Einwegpfand". Es handelt sich eben nicht um ein umweltfreundliches Mehrwegbehältnis, auch wenn darauf Pfand erhoben wird. Denn dieses "Einwegpfand" wurde vom Gesetzgeber eingeführt, um die wachsende Verbreitung von Einwegflaschen einzudämmen und um damit die vorteilhaftere Mehrwegverpackungen zu schützen.


Grundsätzlich gilt: In puncto Umweltschutz schneiden Mehrwegflaschen aus Kunststoff oder Glas besser ab als Einwegflaschen und Dosen - wenn man ihren gesamten Lebensweg, von der Herstellung bis zur Entsorgung, betrachtet. Ein wichtiger Grund: Sie können wiederbefüllt werden und verbrauchen daher weniger Rohstoffe und Energie.

Getränkekarton: Ökologisch vorteilhaft wie Mehrweg

Einweg-Getränkeverpackungen dagegen belasten das Klima stärker. Deshalb wird auf die meisten dieser Verpackungen seit einigen Jahren ein Pflichtpfand erhoben. Eine Ausnahme: der Getränkekarton. Er hat genau wie Mehrweg-Verpackungen vom Umweltbundesamt das Prädikat "ökologisch vorteilhaft" erhalten. Über den gesamten Lebensweg der Verpackung verursacht er nämlich dreimal weniger CO2 als vergleichbare Einweg-Flaschen aus PET.

Mango-Multisaft von Völkel im TetraPak

Wie kann das sein? Getränkekartons wiegen wenig: So hat ein Tetra Pak-Getränkekarton mit 1 Liter kaum 30 Gramm Eigengewicht. Außerdem besteht er zu rund 75 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Das Holz für die Herstellung stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Das bedeutet: Es wachsen stets mehr Bäume nach als genutzt werden. Zusätzlich kann der Karton restlos recycelt werden, genau wie die hauchdünnen Beschichtungen aus Kunststoff und Aluminium.


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