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Neuer Holzratgeber von Greenpeace

(03.02.2008)

Verbraucherratgeber "Holz und Wald" bewertet 36 Holzarten

Wer Holz ökologisch korrekt einkaufen will und deshalb beim Kauf zum Beispiel neuer Gartenmöbel, eines Parkett-Fußbodens oder neuer Fensterrahmen Rat sucht, sollte im jetzt neu aufgelegten Holzratgeber "Holz und Wald" von Greenpeace nachschlagen.

Der Ratgeber bewertet 36 in Deutschland gehandelte Holzarten nach ihrer Herkunft aus ökologischer Waldnutzung oder Urwaldzerstörung. Zudem ruft Greenpeace zu einer öffentlichen Holzrecherche auf, um Holz aus Urwaldzerstörung in deutschen Bau- und Parkettmärkten oder Einrichtungshäusern aufzuspüren.

Verbraucher, die in dieser Form aktiv werden wollen, können ihre Funde in eine neue Online-Datenbank eintragen:

www.greenpeace.de/holzrecherche

Allein im Jahr 2006 importierte Deutschland mehr als 420.000 Kubikmeter tropisches Holz. Urwälder sind für das Klima besonders wichtig, da sie riesige Mengen Kohlenstoff speichern. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, ein europäisches Urwaldschutzgesetz zu unterstützen.

Urwälder sind die grünen Lungen der Erde, sagt Corinna Hölzel, Urwaldexpertin von Greenpeace. Sie stabilisieren das Klima und sind Schatzkammern der Artenvielfalt. Viele Menschen sind schockiert vom dramatischen Schwund der letzten Urwälder, wissen jedoch nicht, dass der Kauf eines Gartenstuhls zur Urwaldzerstörung beitragen kann. Mit dem Greenpeace-Ratgeber kann jeder schon beim Einkauf mithelfen, die einzigartigen Lebensräume und damit das Klima zu schützen.

Tropische Hölzer ohne Umweltzertifikat sind häufig in Parkett- und Fußbodenmärkten und als Gartenmöbel zu finden. Der Einkaufsführer teilt die gelisteten Holzarten in vier Kategorien ein - von erste Wahl bis katastrophal.

Greenpeace empfiehlt nur Holzprodukte, die aus ökologischer Waldwirtschaft stammen und das von allen Umweltverbänden anerkannte Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) tragen. Große Baumärkte wie Hornbach und Obi haben nach Auseinandersetzungen mit Greenpeace Produkte aus Urwaldzerstörung bereits aus dem Programm genommen und bieten stattdessen FSC-Hölzer an.

Der Ratgeber kann bei Greenpeace bestellt oder hier als pdf-Dokument heruntergeladen werden:


http://www.greenpeace.de/

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