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Mehr Geld für Umstellungsbetriebe!

(18.01.2008)

Forderung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft zum Start der Grünen Woche

Der Bio-Boom drohe an der deutschen Landwirtschaft vorbeizugehen, wenn die Politik nicht endlich die Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft wieder stärker fördere. Das ist die Botschaft des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin.

Hier sieht der BÖLW-Vorsitzende die Politik in der Pflicht: „Es kann nicht sein, dass wir mehr und mehr Bio-Produkte importieren und damit die Umweltleistungen des Ökolandbaus aber exportieren.“ Die nach wie vor stark wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten zeige, welche Art der Landwirtschaft der Verbraucher erwartet: eine, die umwelt- und tiergerecht unverfälschte Lebensmittel erzeuge. Staatliche Gelder die in die Landwirtschaft fließen müssen daher so eingesetzt werden, dass diese gesellschaftlichen Ziele effizient erreicht werden. „Öffentliche Mittel dürfen nicht nach dem nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Vielmehr müssen die Voraussetzungen für unsere konventionellen Kollegen geschaffen werden, auf Ökologischen Landbau umstellen zu können.“ Der BÖLW fordere daher eine Anhebung der Umstellungs- und Beibehaltungsprämien für den Ökologischen Landbau. Prinzipiell müsse die Förderung der Landwirtschaft sehr viel stärker an ökologische Kriterien und an die Zahl der Arbeitsplätze auf den Betrieben gekoppelt werden. Dies gelte es bei der Reform der EU-Agrarpolitik umzusetzen.



Gleichzeitig appellierte Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW, an die Bauern, für sich schon heute die Chancen des Ökolandbaus und eine Umstellung zu prüfen: „Ökolandbau bietet Wirtschaften im Einklang mit der Natur und langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Unsere Verarbeiter und Händler bieten langfristige Lieferverträge an.“



Der BÖLW geht aktuell von einem Umsatzwachstum des Biomarktes im Jahr 2007 von ca. 15 % aus. Auch die Umstellungszahlen weisen nach oben, wenngleich das Marktwachstum damit bei weitem nicht bedient werden kann. Bei knapper Rohstoffsituation und härterem Wettbewerb wird es die Aufgabe der fachhandelsorientierten Unternehmen sein, ihren Wertekanon und die Prinzipien des Ökolandbaus nicht aufzuweichen sondern weiterzuentwickeln. Denn gerade darauf fußt unser höchstes wirtschaftliches Gut: das Vertrauen der Verbraucher“, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW.

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