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Papierberge abtragen!
(16.10.2007)
Verbraucherschützer fordern Mäßigung beim Papierverbrauch
Von wegen papierloses Büro! Die einstige Utopie der schönen neuen Computerwelt ist von der Realität längst widerlegt: 252,7 kg Papier verbrauchte jeder Deutsche 2006, so viel wie noch nie zuvor. Der Verbrauch ist damit in den vergangenen 55 Jahren um das Achtfache gestiegen. Vor diesem Hintergrund fordern die Verbraucherzentralen von der öffentlichen Hand, durch konsequentes Papiersparen mit gutem Beispiel voranzugehen.
12 Verbände und Organisationen, Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA), Bundesverband für Umweltberatung (bfub), Forum Umwelt und Entwicklung, Forum Ökologie und Papier (FÖP), Greenpeace Deutschland, Klimabündnis, NABU, Pro Regenwald, ROBIN WOOD e.V., urgewald, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, appellieren mit einem Memorandum an die Bundesregierung, durch konkrete Verwaltungsvorschriften den ausufernden Papierverbrauch zu halbieren.
Bundes- und Landesregierungen aber auch kommunale Entscheidungsträger müssten immer größeren Papierbergen konsequent entgegentreten. Gleichzeitig sollte in allen Behörden und öffentlichen Einrichtungen die Pflicht zum Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel bestehen.
"Die doppelseitige Voreinstellung am Drucker und Kopierer muss ebenso normal werden wie der Einsatz von Recyclingpapier", sagte Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) - und liefert damit ein einfaches Rezept zum Papiersparen, das nicht nur die Behörden sondern jeder Verbraucher sofort umsetzen könnte. Die Zeiten, dass die Druckertinte auf Recyclingpapier verläuft seien, so Billen, ebenso vorbei wie Zeiten, in denen Recyclingpapier mehr gekostet hat als konventionelles Papier. Beim Thema nachhaltiger Konsum müsse die öffentliche Hand als gutes Vorbild vorangehen und - neben Sparsamkeit und dem Einsatz von Recyclingpapier - illegaler Waldzerstörung durch effektive Gesetze einen wirksamen Riegel vorschieben.



