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Greenpeace findet Giftcocktails in Obst und Gemüse
(15.01.2007)
Klagen gegen die Handelsketten Edeka, REWE, Kaufhof (Metro), Karstadt und Aldi-Süd eingereicht
Die Regenbogenkämpfer wurden wieder einmal fündig: In den 576 Obst- und Gemüseproben aus dem Angebot der führenden deutschen und österreichischen Supermärkte hat Greenpeace erneut extreme Belastungen mit akut giftigen Pestiziden gefunden. Für Kinder besteht schon beim einmaligem Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden.
Während Greenpeace die gesetzlichen Höchstmengen für überschritten und die Ware damit für nicht mehr verkehrsfähig hält, streiten die Handelskonzerne dies ab. Greenpeace hat deshalb im Sinne der Verbraucher den Klageweg beschritten.
Egal wie der Streit über die Verkehrsfähigkeit letztlich entschieden wird, fest steht, dass die Schadstoffbelastung von konventionellem Obst und Gemüse so hoch ist, dass die Verbraucher sich ernsthaft fragen müssen, ob ein ja eigentlich gesundheitlich empfohlener reichlicher Verzehr dieser Lebensmittel nicht eher gesundheisschädlich ist. Gerade für Kinder sollte daher an Stelle konventioneller Ware so oft wie möglich die in aller Regel unbelastete Bio-Qualität auf den Tisch kommen.
Bereits eine Portion Weintrauben einger hoch belasteter Proben aus dem Greenpeace Testeinkauf kann die Gesundheit akut gefährden. "Der Verkauf derartig giftiger Ware ist schlicht kriminell und ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz", sagt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. "Isst ein zwölf Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren dieser stark belasteten Trauben, kann dies schon seine Gesundheit schädigen."
Greenpeace fordert von Unternehmen und Landesbehörden wirksame Kontrollen. Zudem müssen sie sofort Schutzmaßnahmen ergreifen und den Verkauf der gefährlichen Lebensmittel unterbinden. Verbraucher sollten unbedingt auf rückstandsarme Ware achten. "Die beste Wahl sind Bio-Lebensmittel, die in der Regel nicht belastet sind", erklärt Krautter.
Mehr Infos zum Thema gibt´s auf der Website der Regenbogenkämpfer:



