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Getränkekarton-Recycling in Europa wächst ständig
(20.12.2007)
Deutsche sind Europameister im Sammeln
2006 wurden in den 27 Mitgliedsstaaten der EU sowie in Norwegen und der Schweiz insgesamt 313.000 Tonnen Getränkekartons recycelt. Das entspricht einer Menge von rund zwölf Milliarden Verpackungen. Eindeutiger Spitzenreiter beim Sammeln und Verwerten gebrauchter Milch- und Safttüten sind die Deutschen: Mit einer Wiederverwertungsmenge von 150.700 Tonnen trugen sie fast die Hälfte zu diesem Recycling-Ergebnis bei.
Recycling bringt neben der Schonung von Ressourcen und Abfallvermeidung noch einen weiteren bedeutenden Vorteil: Im Vergleich zur Deponierung oder Verbrennung von gebrauchten Getränkekartons entstehen bei deren Wiederverwertung deutlich weniger klimaschädliche Treibhausgase. Experten gehen von einer Entlastung in einer Größenordnung von ca. 280.000 Tonnen aus - allein durch die im letzten Jahr in Europa gesammelten Kartons.
Seit dem Beginn der europaweiten Sammelaktivitäten im Jahr 1992 konnte die Menge des erfassten Materials beständig um durchschnittlich zwölf Prozent pro Jahr gesteigert werden. In 2006 belief sich die Wiederverwertungsquote für diese Verpackungsart auf rund 30 Prozent. Ziel der Hersteller von Getränkekartons ist es, diese Quote innerhalb der nächsten Jahre durch den Aufbau neuer und die Erweiterung bestehender haushaltsnaher Sammelsysteme auf 50% zu erhöhen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Recyclingquote schon seit mehreren Jahren konstant bei rund 65%.
Den Zellstoffanteil der gebrauchten Kartons (75 bis 80%) verarbeitet die Papierindustrie zu Faltschachteln, Wickelhülsen und Wellpappe weiter. Die beiden übrigen Bestandteile der Verpackungen – Polyethylen (PE, 21%) und Aluminium (4%) – verwertet die Zementindustrie. Hier dient das PE aufgrund seines hohen Energiegehalts als Ersatz für Heizöl, Aluminium ersetzt das für die Zementherstellung erforderliche Bauxit. In einem anderen Verwertungsverfahren wird das Aluminium sogar in sortenreiner Form zurück gewonnen.



