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Biolandbau ist aktiver Klimaschutz

(07.04.2006)

Biolandbau spart Energie und bindet CO2

Die Wissenschaftler betonten die klare Beweislage: Das Klima verändert sich eindeutig durch CO2-Emissionen, die bis zu 100 Jahre in der Atmosphäre bleiben. Bis in 70 Jahren könnte jeder zweite Sommer die Temperaturextreme von 2003 aufweisen. Aus wissenschaftlicher Sicht ebenfalls ohne Zweifel: Der Biolandbau wirkt dieser Entwicklung effektiv entgegen. Die im Biolandbau praktizierte Wirtschaftsweise bindet in großem Maße CO2 aus der Luft. Darüber hinaus emittieren Biolandwirte 60 % weniger Kohlenstoffdioxid als konventionelle Landwirte.

Zentrales Anliegen der Wissenschaftler: Das Wissen um diese Entwicklungen muss verbreitet werden, sonst kann nicht adäquat darauf reagiert werden. Die Werkzeuge, um CO2 einzuparen sind vorhanden, sie müssen nur eingesetzt werden. Ein solches Werkzeug ist die im Biolandbau praktizierte Bodenbewirtschaftung mit ihren deutlich höheren Humusgehalten.

Den konkreten Beitrag des Biolandbaus zur Abmilderung der Klimafolgen belegte Professor Kurt-Jürgen Hülsbergen vom Lehrstuhl ökologischer Landbau an der TU München-Weihenstephan anhand mehrerer Untersuchungen. Unter anderem stellte er eine Studie zum Humusgehalt in Böden vor. Der Humusgehalt ist ein wesentlicher Indikator zur CO2-Bindung. Am besten schnitt hier die ökologische Bewirtschaftung mit Stallmist und Kleegras ab, die einen ungefähren Humusgehalt von fast 74t/ha ergab, bei Versuchsbeginn wurden 71t/ha gemessen. Bei konventioneller Bewirtschaftung ohne organische Düngung und ohne Kleegras fiel während der fünf Versuchsjahre der Humusgehalt auf 65t/ha. Auch die Messwerte zum Energieeinsatz sprechen eine deutliche Sprache: Der Biolandbau kommt mit jährlich insgesamt 6,6 GJ aus, die konventionelle Landwirtschaft verbraucht mit ungefähr 20 GJ etwa dreimal mehr Energie – und damit klimaschädigendes CO2.

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