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Bio-Boom auf Mallorca
(10.03.2006)
Bio-Anbaufläche auf der Lieblingsinsel der Deutschen wächst
Von solchen Wachstumszahlen können andere Branchen nur träumen: Der Bio-Boom auf Mallorca geht ungebremst weiter. Immer mehr Landwirte verzichten zugunsten ökologischer Produktion auf Chemie, ein immer größerer Teil der Insel wird nicht mehr konventionell bewirtschaftet, immer mehr Bauern gewähren ihren Tieren ein artgerechtes Leben.
Der Jahresumsatz ist von 2003 bis 2005 um eine gute Million auf 2,6 Mio. EUR gestiegen. Gemüse, Obst und Fleisch in Bio-Qualität werden vom Festland oder aus anderen EU-Ländern importiert. Die Insel verlassen dagegen vor allem Mandeln, Getreide, Oliven und Wein, die den Großteil der mallorquinischen Bio-Produktion ausmachen, berichtet das Mallorca Online Magazin.
„Die Nachfrage wächst ungebremst weiter", sagt Javier Rodríguez vom balearischen Landwirtschaftsministerium. Und zwar so schnell, dass Mallorcas Bio-Bauern sie nicht befriedigen können. Längst ist es nicht mehr eine belächelte Minderheit, die sich in den Bio-Läden mit Lebensmitteln eindeckt. Das Bewusstsein für gesunde Ernährung ist kein Randphänomen mehr – spätestens seit wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Bio-Obst und Gemüse einfach gesünder ist.
Viele Bio-Nahrungsmittel, die auf der Insel produziert werden, werden auch mit dem balearischen Bio-Siegel gekennzeichnet, das der Consell Balear de Producció Agrária Ecológica (CBPAE) verleiht.
Der CBPAE ist seit 1994 die Öko-Instanz auf der Insel, informiert Bauern und Verbraucher, bietet Fortbildungen an und wacht darüber, dass in dem Wachstumsmarkt „Ökoprodukte” auch alles mit rechten Dingen zugeht. Damit die Verbraucher auf einen Blick erkennen können, wann sie es etwa mit unbehandelten Haferflocken oder garantiert rückstandsfreiem Brotaufstrich zu tun haben, gibt es besagtes CBPAE-Siegel.
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