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Richtig Lüften spart Heizkosten
(20.12.2005)
5 Tipps zum Lüften
Richtiges Lüften spart Heizkosten und hält die Wohnung frei von Schimmelbildung. Ein Raum wird dann als behaglich empfunden, wenn die mittlere Temperatur der Wände nicht mehr als 3 Grad unter der Raumlufttemperatur liegt. Dies ist einerseits durch gute Wärmedämmung erreichbar, andererseits durch gleichmäßiges Heizen. So sollte die Heizung tagsüber, auch wenn niemand zu Hause ist, nicht ganz abgestellt werden. Sonst kühlt das Mauerwerk zu sehr aus.
Gerade bei guter Wärmedämmung, muss aber auch regelmäßig gelüftet werden. Sonst bildet sich an den Wänden Feuchtigkeit und damit Schimmel.
Räume brauchen frische Luft. Zum einen wird Kohlendioxid ausgeatmet, das zwar nicht giftig ist, aber müde macht. Zudem geben Bewohner Feuchtigkeit ab, acht bis fünfzehn Liter täglich bei einem Vier-Personen-Haushalt. Gelangt dieser unsichtbare Wasserdampf nicht nach draußen, setzt er sich an kühlen Außenwänden als Tauwasser ab, eine "gute Grundlage" für Schimmel. Dieser kann dann chronische Erkrankungen der Atemwege und Allegien auslösen. Deshalb ist richtiges Lüften so wichtig.
Keinesfalls sollten Fenster dauerhaft "auf Kipp" gestellt werden. Das vervielfacht den Energieverbrauch und die Wände kühlen aus. Richtig lüften heißt dagegen Stoßlüften: Heizkörper abdrehen, die Fenster weit für zwei bis drei Minuten öffnen - übrigens auch an Regentagen.
5 Tipps zum richtigen Lüften:
1.) Vier Mal am Tag Stoßlüften bei Zimmern, die viel genutzt werden oder in denen Pflanzen stehen. Andere Räume zweimal am Tag.
2.) Auch Schlafzimmer mehrmals am Tag Stoßlüften. Jeder Mensch gibt nachts etwa 400 g Wasser ab, die von Textilien und Möbeln aufgenommen und tagsüber an die Raumluft abgegeben werden.
3) Beim Kochen und nach dem Duschen: Fenster auf bzw. Lüftung (Dunstabzugshaube) anstellen.
4.) Wird in Wohnräumen Wäsche getrocknet, muss besonders oft gelüftet werden.
5.) Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen stets schließen, vor allem zu unbeheizten Schlafzimmern. Im kälteren Raum schlägt sich sonst Feuchtigkeit an der Wand nieder.
Quelle: Verbraucher konkret 6/05; Verbraucher Initiative e.V., Berlin



