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Testverfahren für Bio-Milch entwickelt
(06.03.2009)
Öko-Milch oder nicht? Forscher Molkentin hat die Antwort
Der Wissenschaftler Joachim Molkentin vom Max-Rubner-Institut in Kiel hat laut „Bild der Wissenschaft“ ein zuverlässiges Verfahren gefunden, um Etikettenschwindel bei Bio-Milch zu entlarven: Ökologisch erzeugte Milch lasse sich anhand des Gewichtsverhältnisses der enthaltenen Kohlenstoffatome von konventionell produzierter unterscheiden. Auch der Anteil bestimmter Fettsäuren sei verschieden.
In einer 18-monatigen kontinuierlichen Untersuchung von Vollmilch konnte von Joachim Molkentin gezeigt werden, dass eine extensivere Haltung mit einem hohen Anteil an Weidefutter einschließlich Heu und Grassilage und geringerem Einsatz von Kraftfutter, wie sie für den ökologischen Landbau typisch ist, zu einem charakteristisch erhöhten Gehalt der Omega-3-Fettsäure a-Linolensäure im Fett von Bio-Milch führt.
Maisfütterung verrät die konventionelle Milch
Ein hoher Maisanteil im Futter, wie er vor allem in der leistungsorientierten konventionellen Milcherzeugung vorkommt, spiegelt sich dagegen in einem ganzjährig höheren Omega-13C-Wert des Milchfettes wider, da Mais als sogenannte C4-Pflanze mehr schweren Kohlenstoff enthält als C3-Pflanzen wie etwa Gras oder Klee.
Anhand der vorliegenden Ergebnisse lassen sich ganzjährig gültige Schwellenwerte für die Identifizierung von Bio-Milch definieren. Danach sollte Bio-Milchfett nicht weniger als 0,52 % -Linolensäure enthalten und einen Omega-13C-Wert von maximal -26,0 ‰ aufweisen. In Ausnahmefällen können bei konventionellen „Weidemilch“-Projekten bzw. extensiver Grünland-Wirtschaft wie in den Hochalpen auch -Linolensäure-Gehalte oberhalb des Schwellenwertes auftreten. Dabei kann die Kenntnis des Produktionsdatums die Differenzierung aber noch verbessern. Der Schwellenwert für Omega-13C gilt darüber hinaus nur für Milcherzeugergebiete, in denen Mais als Futterpflanze eine Rolle spielt, da anderenfalls auch konventionelle Milch darunter liegt.
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