naturkostaktiv.de ist ein Verbund von selbstständigen Naturkostfachgeschäften, Bio-Lieferdiensten und Hofläden biologisch wirtschaftender Bauernhöfe zur Vermarktung von Naturkost und Naturwaren via Internet. Ob Bio-Gemüseabo, eine Ökokiste mit Bio-Brot, Bio-Käse und Bio-Fleisch oder einzelne Bio-Produkte - die Dezentralität und Regionalität ist unser Grundsatz. Wir versenden keine Waren über große Distanzen. Das Geschäft, das sich Ihnen nach Eingabe Ihrer Postleitzahl präsentiert, ist der Fachhändler oder Bio-Bauer "um die Ecke".
Umwelt- und Verbraucherverbände entlarven falsche Kritik an „ohne Gentechnik“- Kennzeichnung
(24.10.2008)
Wer torpediert die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ und warum?
Seit dem 1. Mai 2008 gibt es die neue Kennzeichnung „ohne Gentechnik“. Verbraucher und Verbraucherinnen profitieren insbesondere bei tierischen Produkten von dem neuen Label. Denn bisher können sie bei Eiern, Fleisch und Milch aus konventioneller Produktion nicht erkennen, ob Gen-Pflanzen verfüttert wurden. Bei Bioprodukten ist dies ohnehin verboten. Jetzt "schießen" einige Industrieverbände gegen diese neue Kennzeichnung - aus durchsichtigen Motiven, wie Umwelt- und Verbraucherverbände mutmaßen.
In der Europäischen Union müssen tierische Produkte immer noch nicht gekennzeichnet werden, wenn Gentechnikfutter in der Produktion eingesetzt wurde. Mit der neuen Regelung wird versucht, diese Kennzeichnungslücke zu schließen. Die „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung macht es dem Verbraucher nun zumindest möglich, auch bei konventionellen Lebensmitteln direkt am Supermarktregal zu erfahren, welche Hersteller bei tierischen Erzeugnissen auf den Einsatz von Gen-Pflanzen freiwillig verzichten.
Die Gentechnik-Lobby geht in Stellung
Ihr Vorwurf gegen die Kennzeichnung: Es sei „Verbrauchertäuschung“ und „Etikettenschwindel“, tierische Produkte als „ohne Gentechnik“ zu bezeichnen, obwohl der Einsatz von Zusatzstoffen, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Verfahren im Labor erzeugt wurden, im Tierfutter nicht verboten sei. Das Argument ist vorgeschoben: Denn zugelassen sind lediglich solche Zusatzstoffe, Aromen und Vitamine, die in geschlossenen Anlagen mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden, aber selbst keine gentechnisch veränderten Bestandteile enthalten. Insofern ist die Bezeichnung „ohne Gentechnik“ aufgrund der bestehenden Gesetzeslage keineswegs irreführend.
Auch Teile des Lebensmittelhandels wehren sich gegen die Kennzeichnung. Händler befürchten, dass die Verbraucher durch das „ohne Gentechnik“-Label erkennen, was bisher verschleiert wird: Milch, Fleisch und Eier ohne Kennzeichnung werden oft mit Gentechnikfutter hergestellt. Und das gilt auch für die Eigenmarken des Handels.
Wahlfreiheit für Verbraucher sichern
Die Meinung der Verbraucher ist seit Jahren eindeutig: Über 70 Prozent lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab (Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung 1/2007). Sie wollen auch keine tierischen Produkte, bei denen die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden.
Wer sich gegen die neue Kennzeichnung ausspricht, bevormundet die Verbraucher. Die Unterzeichner fordern Hersteller und Handel auf, die neue Kennzeichnung zu nutzen und „ohne-Gentechnik“-Produkte ins Sortiment aufzunehmen. Nur so erhalten Verbraucher endlich Wahlfreiheit. Je mehr gentechnikfreie Futtermittel die deutsche Lebensmittelwirtschaft nachfragt, desto mehr und desto kostengünstigere Anbieter wird sie finden und dadurch auch die gentechnikfreie Landwirtschaft weltweit stärken.
Unterzeichner sind die folgenden Organisationen:
- Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
- Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
- BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
- foodwatch e.V.
- Gen-ethisches Netzwerk e.V.
- Gentechnikfreie Regionen in Deutschland
- Greenpeace e.V.



