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Öko-Landbau erhält und fördert die Biodiversität

(06.06.2008)

Bio-Anbau sichert die weltweite Ernähurng auf ressourcenschondende Weise

Aus Anlass der jetzt in Bonn zu Ende gegangenen der 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über biologische Vielfalt teilt der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Berlin, mit: "Der Öko-Landbau bietet schon heute, was von Seiten der Politik so dringend gefordert wird: Er erhält und fördert die Biodiversität in der Kulturlandschaft, schützt das Klima und sichert die weltweite Ernährung auf ressourcenschonende Weise."

„Im Gegensatz zur intensiven Landwirtschaft, die als eine Hauptursache des dramatischen Artenschwunds gilt und hohe Klimabelastungen mit sich bringt, schützt er unsere existenziellen Lebensgrundlagen,“ betont BÖLW-Vorstandsvorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein.

Bei ökologischer Wirtschaftsweise sind die Kleinbauern im Vorteil

Gerade in den Ländern der Südhalbkugel schont und erneuert eine ökologische Bewirtschaftung nach Ansicht des BÖLW nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern kann auch zu erstaunlichen Ertragssteigerungen führen. Auf vielfältige Weise an die lokalen Standorte angepasst, lasse sie sich zudem hervorragend mit traditionellen Methoden der Kleinbauern kombinieren und
entsprecht so genau der Art Landwirtschaft, wie sie der Weltagrarrat jüngst zur Bekämpfung von Hunger und Armut forderte.

Ökologsche Landwirtschaft ist Landschaftspflege

Auch hierzulande bringe, so der BÖLW, der Öko-Landbau Vielfalt in die Kulturlandschaft. Wie zahlreiche Untersuchungen belegten, seien Öko-Flächen deutlich artenreicher als konventionell bewirtschaftete. Wildkräuter, Insekten und Feldvögel profitierten von einer vielfältigen Fruchtfolge und dem Verzicht auf synthetische Herbizide, Pestizide und Düngemittel.

Zur Erhöhung der Stabilität der Agrarökosysteme und zur natürlichen Schädlingsbekämpfung schafften und erhielten viele Bio-Landwirte Landschaftselemente, die von der intensiven Landwirtschaft zumeist vernichtet würden, wie etwa Hecken, vielfältige Wegraine, Feuchtbiotope oder Streuobstwiesen. Viele Bio-Höfe engagierten sich zusätzlich im Erhalt alter Kultursorten und Nutztierrassen. „Der Öko-Landbau bietet also ungezählte Vorteile für die Biodiversität, vor unserer Haustür genauso wie weltweit“, fasst Felix Prinz zu Löwenstein zusammen. „Wenn wir die hochgesteckten Ziele zum Erhalt der Biodiversität – wie auch zum Klimaschutz und zur Bekämpfung des Hungers – noch erreichen wollen, muss der Öko-Landbau als Instrument zur Erreichung dieser Ziele weiter entwickelt und ausgebaut werden.“

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