naturkostaktiv.de ist ein Verbund von selbstständigen Naturkostfachgeschäften, Bio-Lieferdiensten und Hofläden biologisch wirtschaftender Bauernhöfe zur Vermarktung von Naturkost und Naturwaren via Internet. Ob Bio-Gemüseabo, eine Ökokiste mit Bio-Brot, Bio-Käse und Bio-Fleisch oder einzelne Bio-Produkte - die Dezentralität und Regionalität ist unser Grundsatz. Wir versenden keine Waren über große Distanzen. Das Geschäft, das sich Ihnen nach Eingabe Ihrer Postleitzahl präsentiert, ist der Fachhändler oder Bio-Bauer "um die Ecke".
NABU fordert Aigner zu grundlegendem Kurswechsel in der Agrarpolitik auf
(31.10.2008)
"Seehofers Schlingerkurs hat Umwelt und Landwirtschaft geschadet"
Der NABU hat die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik aufgefordert. „Angesichts der zunehmenden Probleme infolge von Klimawandel, Artensterben und sozialem Strukturwandel muss die neue Ministerin eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt der künftigen Arbeit stellen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Zu diesem Zweck müsse sie sich in den laufenden EU-Agrarverhandlungen für eine Neuausrichtung der milliardenschweren Subventionen an die Landwirtschaft einsetzen. Die Landwirtschaft dürfe in Zukunft nur noch Anspruch auf finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie einen konkreten Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leiste.
Nach Auffassung des NABU habe der Schlingerkurs des bisherigen Agrarministers Horst Seehofer sowohl der Umwelt als auch der Landwirtschaft geschadet. Seehofer habe wichtige Entscheidungen für eine zukunftsfähige Agrarpolitik aufgeschoben und sich vor allem durch unverbindliche Sonntagsreden ausgezeichnet. „Horst Seehofer hat gerne betont, dass man ihn an seinem Handwerk und nicht an seinem Mundwerk messen solle. Seine handwerkliche Bilanz fällt allerdings äußerst ernüchternd aus“, so Tschimpke weiter. Er habe weder in der Milchpreisdebatte, noch bei den Problemen des Bioenergie-Booms oder den Risiken der Agro-Gentechnik zukunftsfähige Entscheidungen getroffen. Daher sei es jetzt umso dringender erforderlich, dass sich die neue Bundesministerin auf nationaler und europäischer Ebene für eine naturverträglichere Landwirtschaft und eine stärkere Förderung des ländlichen Raums ausspreche. „Wenn es in den kommenden Monaten nicht gelingt, die Agrarpolitik auf eine umweltgerechtere Basis zu stellen, ist ein zunehmender Verlust an Vielfalt in der Kulturlandschaft zu befürchten“, so der NABU-Präsident.



