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Anbauverband Bioland fordert Sofortmaßnahmen zur Förderung des Ökolandbaus
(08.10.2008)
Erzeugerwachstum hält nicht Schritt mit der Nachfrage
Die Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zum Biolandbau in Deutschland zeigen für 2007 trotz guter Entwicklungen am Markt eine ernüchternde Bilanz. Mit 4,8 Prozent Zuwachs der ökologisch bewirtschafteten Fläche auf 865.336 ha wurde das historische Tief des vergangenen Jahres (2,3 Prozent Flächenwachstum) nur leicht gesteigert. Angesichts dieser Entwicklung und der nach wie vor anhaltenden Nachfragezuwächse fordert der größte Öko-Anbauverband "Bioland" Sofortmaßnahmen von der Bundesregierung.
Die Zahl der Bio-Erzeuger erhöhte sich um 6,5 Prozent (2006: 3,2 Prozent) auf 18.703. Das Marktwachstum für Bio-Lebensmittel dagegen lag bei 18,4 Prozent.
Damit sich die Schere zwischen Biomarkt- und Flächenwachstum nicht immer weiter öffnet, fordert Bioland-Präsident Thomas Dosch Agrarpolitiker von Bund und Ländern auf, „ihre Mitverantwortung für die schleppende Entwicklung des Biolandbaus in Deutschland zu erkennen und gegenzusteuern." Der Ökolandbau müsste viel mehr von der Politik unterstützt werden, damit die heimische Biolandwirtschaft die rasch steigende Nachfrage decken kann. Dazu gehöre vor allem die leistungsgerechte Honorierung von Klima- und Wasserschutz sowie der Biodiversität durch verbesserte Ökoprämien, weil diese Honorierung nicht über höhere Produktpreise am Markt gegeben sei. „Biolandbau bietet Einsparungspotenziale bei Umweltkosten. Ideologisch motivierte Vorbehalte der Politik sind fehl am Platz", so Dosch.



