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Widerstand gegen Gentechnikfeldbau wächst

(12.01.2007)

Über 90 gentechnikfreie Regionen ausgewiesen

25.000 Landwirte haben sich bereits selbst verpflichtet, keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. Sie sind in mehr als 90 gentechnisch freien Regionen organisiert. Damit soll der Widerstand gegen Freilandversuche mit Gentec-Pflanzen ausgedrückt werden.

Laut dem Register des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden 2006 159 Einträge für Flächen, auf denen gentechnisch veränderter Mais oder Weizen angebaut wird registriert. Neben Weizen sind Feldversuche mit Gen-Gerste neu. Das zeigt, dass nach Mais, Soja und Raps die Biotechniker nun auch gentechnisch veränderten Weizen und Gen-Gerste vom Acker ernten wollen. Damit rücken Brot und Bier in den Fokus der grünen Gentechnik.

Erste Flächen für Freilandversuche wurden bereits im noch jungen Jahr 2007 angemeldet: Im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz- und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind die ersten Gen-Maisflächen für den Anbau 2007 veröffentlich worden. Sie befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Der brandenburgische Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) hatte kürzlich in einer parlamentarischen Anfrage eingeräumt, dass in Brandenburg so viel Gen-Mais angebaut wird wie in keinem anderen Bundesland. In der Mark befänden sich rund 47 Prozent der in Deutschland angemeldeten Flächen.

Woidke äußerte Verständnis für Befürchtungen von Landwirten, vor allem aus dem Ökoanbau. "Dass diese Betriebe sich Sorgen um ihre Zukunft machen, ist nachvollziehbar", sagte er. Zu hoffen sei, dass man bei der Gesetzesnovelle mit dem Bundesverbraucherministerium ein paar Schritte weiterkomme. Gefordert werde unter anderem ein größerer Abstand zu Feldern mit Gen-Pflanzen. Die jetzt gültigen 150 Meter würden zum Beispiel für Raps nicht ausreichen, meinte Woidke. Es gebe aber auch Auswirkungen auf die Natur. "Ich würde mir wünschen, dass es für Naturschutzgebiete von der EU klare Signale gibt. Es gibt hier ein gewisses Loch."

Mehr Informationen zu gentechnik freien Regionen erhalten Sie unter dem Link

n/www.gentechnikfreie-regionen.de

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