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Maronen und Esskastanien
(13.12.2007)
Genuss an kalten Tagen
In der kalten Jahreszeit sind Maronen und Esskastanien eine heißbegehrte Spezialität. Frisch geröstet, als glasiertes Gemüse oder in Form von Püree gelten sie als Delikatesse.
Die herzförmige, schwarz gestreifte Marone ist die etwas edlere Form der Esskastanie. Beide gehören zur Familie der Buchengewächse und sind im Geschmack angenehm sahnig und süß. In der Küche ist die Marone etwas beliebter als die Esskastanie, denn sie schmeckt nicht nur intensiver, sondern lässt sich auch besser häuten. Erst durch Kochen oder Rösten werden die Früchte genießbar. Die braunrote Fruchtschale, die eine kurze Spitze und einen hellen Nabel besitzt, springt auf und kann entfernt werden. Das weiche, mehlige Fruchtfleisch kommt zum Vorschein.
Essbare Kastanien stammen ursprünglich aus dem Schwarzmeergebiet.
In Europa wachsen die Früchte überwiegend in Italien, Spanien und
Frankreich. Das aus ihnen gewonnene Mehl diente der ärmeren Bevölkerung
lange Zeit als Grundnahrungsmittel. Auf Korsika werden noch heute viele
traditionelle Gerichte und Backwaren aus Kastanienmehl hergestellt. Im Gegensatz zu anderen Schalenobstarten, wie zum Beispiel Mandeln, enthalten Maronen und Esskastanien viel Stärke und Zucker, dafür aber weniger Fett und Energie.
Ihr Stärkeanteil ist sogar größer als der von
Kartoffeln. Auch in punkto Vitamin C, Kalium, Kalzium und Magnesium übertreffen sie die "tolle Knolle" bei weitem. Sie liefern 196 Kalorien pro 100 Gramm, haben einen Wasseranteil von rund 48 Prozent und einen Fettanteil von nur zwei Prozent. Frische Ware - übrigens auch aus Südwestdeutschland - gibt es von September bis März, also jetzt. Schwer und glänzend sollten die Früchte sein und nicht länger als eine Woche bei Zimmertemperatur aufgehoben werden.
Weitere Informationen:
Eine Information des aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V., Bonn.



