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Jetzt sind sie da: Die Bio-Kirschernte hat begonnen!
(18.06.2007)
Kirschen sind in diesem Jahr drei Wochen früher dran
Die süßesten Früchte kommen immer zuerst, die Sorten heißen Oktavia, Valeska oder Regina. Drei Wochen früher als in normalen Jahren hat in ganz Deutschland die Süßkirschenernte begonnen.
Trotz und gerade wegen der Sonne im April: Die Biobauern rechnen mit einer durchschnittlichen, aber sehr aromatischen Ernte 2007. Bis zu fünf Tonnen Kirschen erbringt ein Hektar Anbaufläche in diesem Jahr, meldet der Anbauverband Bioland.
Ob Sauer-, Süß- oder Knorpelkirsche – allesamt sind sie reich an Vitamin C und haben einen hohen Gehalt an Provitamin A. In der knallroten, meist herzförmigen Frucht verbergen sich außerdem die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Calcium, Fluor und Phosphor. Und auch die sekundären Pflanzenstoffe haben für den Menschen eine gesundheitsfördernde Wirkung. Die roten Farbstoffe der Süßkirsche wirken beispielsweise entzündungshemmend.
Doch gesund ist nicht gleich gesund! In konventionell erzeugtem Obst und Gemüse finden sich immer wieder Pestizidrückstände in bedenklichen Mengen.
Anders bei Bioland: Der ökologische Landbau kommt durch geeignete Sorten- und Standortwahl sowie eine sorgfältige Pflege der Pflanzen ohne chemische Helfer aus.
Das Problem: Kleine Schädlinge ärgern oft die Erzeuger in den größeren Kirschenregionen und trüben den Kirschengenuss. Im Norden bekommt man es häufig mit der schwarzen Kirschenlaus zu tun. Diese saugt an den Blättern und hemmt so den Austrieb. Im Süden dagegen treibt die Kirschfruchtfliege häufiger ihr Unwesen. Sie setzt ihre Maden in die Kirschen. Gemeinsames Hauptproblem ist die Witterung: Bei starkem Regen platzen die prallen Früchte leicht auf und neigen zu Fäulnis und Pilzbildung.
Bei konventionellen Anbauern kommt hier Chemie zum Einsatz. So werden Pilze oder Schädlinge abgewehrt und die Früchte gegen Regen resistent gemacht. Der Biolandbau aber kommt ohne Fungizide, Herbizide und Insektizide aus und setzt weiterhin auf naturnahen Freilandanbau. So sind frühe Sorten zum Beispiel weniger anfällig für Schädlinge.
Mit Bio-Kirschen ist also "gut Kirschenessen"!
Übrigens: Die sauren Kirschen sind erst vier Wochen nach ihren süßen Kolleginnen dran.



