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Gentechnik im Schafspelz
(27.04.2007)
Intensiv-Anbau nachwachsender Rohstoffe fördert die Gentechnik
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor einer unbedachten Förderung der grünen Gentechnik ausgerechnet mit umweltfreundlicher Energietechnik.
Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: „Die von Umweltminister Gabriel angekündigte exzessive Ausweitung des Einsatzes von Biokraftstoff führt in die falsche Richtung. Ein überzogener Anbau von womöglich auch noch gentechnisch manipulierten Energiepflanzen für Sprit fressende Autos hilft weder der Umwelt noch dem Klima. Das führt nur zu einer weiteren Intensivierung der Landwirtschaft.“
Für Axel Kruschat vom Brandenburger BUND-Landesverband stehen die Risiken gentechnischer Pflanzen in keinem Verhältnis zum Nutzen: „Besonders beim Mais wird deutlich, dass man mit intensiver Agrarwirtschaft zuerst die Maisschädlinge heranzüchtet und dann kommt die Gentechnikindustrie und sagt, wir haben hier mit schädlingsresistenten Sorten die Lösung für das Problem. Mit den bewährten Methoden der Feldbearbeitung und abwechslungsreichen Fruchtfolgen lassen sich die Schädlinge aber effektiver und umweltfreundlicher bekämpfen.“
Die Fläche auf der Gen-Mais der Firma Monsanto ausgesät werde, verdopple sich von 2006 auf 2007 auf etwa 2000 Hektar. Dies bedeute ein signifikant erhöhtes Risiko für gentechnikfrei wirtschaftende Landwirte. Im Falle einer Kontamination würden deren Ernten unverkäuflich.



