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Verkaufsrenner Bio-Bananen

(16.05.2006)

Rekordnachfrage nach Bio-Bananen

Konvnetionelle Bananenplantagen sind berüchtigt: Wer hat nicht schon von der ungehemmten Giftspritzerei in den riesigen Monokulturen Süd- und Mittelamerikas gehört und gelesen, durch die auch die Gesundheit der dort beschäftigten Arbeiter vielfach in Mitleidenschaft gezogen wurde? Das schreckt plastisch von einem Kauf konventioneller Ware ab und motiviert zum Bio-Kauf. Satte 172 Prozent nahm denn auch der Verkauf von Bio-Bananen in 2005 gegenüber 2004 zu.

Als ähnlicher Renner erweisen sich Bio-Zitronen. Kein Wunder: Will sich doch niemand mit der klassischen Kuchen- und Dessertrezeptzutat "geriebene Schale einer Zitrone" gleich einen Giftcocktail untermischen. So brachten es Bio-Zitronen auf beachtliche 62 Prozent Absatzsteigerung in 2005.

Bei Erdbeeren dagegen war der Trend um 29 Prozent rückläufig. Das erstaunt jedoch nur auf den ersten Blick. Denn das starke Anwachsen der Anbaufläche von Erdbeeren allgemein in Deutschland hatte in 2005 zu einem starken Preisverfall geführt. Für manchen Bauern lohnte das Pflücken nicht mehr. Folgerichtig wurden die Felder vielfach zur Selbsternte frei gegeben. Das und die regionale Herkunft verbunden mit einem geringen Preis machten es der wirklichen Bio-Ware dann offenbar schwer.

Anders bei anderen Gemüsesorten: Bio-Möhren und Bio-Zucchini legten jeweils 50 Prozent zu. Und auch Salatgurken (40 % Plus) und Strauchtomaten (39 % Plus) fanden als Bio-Ware besten Absatz. Gerade bei diesen Gemüsesorten dürfte dann endlich auch einmal der Geschmack eine Rolle gespielt haben: Es macht eben doch einen Unterschied, ob ich in eine sonnengereifte Bio-Tomate oder in ein auf Substrat gezogenes "rotes Wassersäckchen mit lederartiger Schale" aus dem Treibhaus beiße.

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