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Ministerrat rettet Gentec-Freiheit
(20.12.2006)
Österreich setzt sich gegen EU-Kommission durch
Österreich konnte jetzt erneut seine strikte Anti-Gentec-Linie gegen den massiven Druck der EU-Kommission verteidigen. Anders als von dieser vorgeschlagen akzeptierte der Ministerrat mit einer Zweidrittel-Mehrheit das Import- und Anbauverbot Österreichs für zwei gentechnisch veränderte Maissorten.
Damit scheiterte die EU-Kommission bereits das zweitemal mit dem Versuch, das österreichische Gentec-Verbot der Maissorten MON 810 von Monsanto und T25 von Bayer CropScience zu kippen. Bis Ende 2007 haben die Österreicher jetzt wohl Ruhe. Dann endet eine Übergangsfrist und Bayer und Monsanto müssen eine neue EU-Genehmigung erwirken. Ob sich Österreich dann auch gegen eine neue Genehmigung wird sperren können, ist eher zweifelhaft.
In der Zwischenzeit jedoch droht den unbeugsamen Gentec-Gegnern ohnehin neues Ungemach: Denn nicht EU-konform könnten künftig auch die österreichischen Regeln für gentechnische Verschmutzungen von Ökoprodukten sein. Ökowaren dürfen hier nur maximal 0.1 Prozent gentechnische Spuren enthalten. Dies entspricht der derzeitigen Nachweisgrenze. Die neue derzeit diskutierte EU-Ökoverordnung weist keinen explizit definierten Schwellenwert auf. Damit würde der für konventionelle Lebensmittel in der EU geltende Wert von höchstens 0,9 Prozent gentechnischer Verunreinigung gelten.



