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BÖLW fordert Vorrang für das Vorsorgeprinzip
(26.05.2006)
Gentechnikfreie Landwirtschaft auf Dauer sichern.
Bei der Anhörung zur Agro-Gentechnik von Bundesminister Seehofer betonte der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, dass der Gesetzgeber in der Verantwortung sei, dafür Sorge zu tragen, dass auch künftig und auf Dauer Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung ohne Gentechnik möglich blieben
Der BÖLW-Vorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein forderte bei der Anhörung: „Echte Wahlfreiheit verlangt, dass die Kosten für Vorsorgemaßnahmen von denjenigen getragen werden, die sich von der neuen Technologie Gewinne versprechen. Sonst kommt es zu der grotesken Situation, dass die Menschen höhere Preise für normale Lebensmittel zahlen müssen, weil einige wenige auf den Einsatz der Gentechnik setzen."
Als Unsinn bezeichnete Peter Röhrig, Gentechnikexperte beim BÖLW, das Ansinnen der Pharmabrache Pflanzen zur Medikamentenproduktion nutzen zu wollen: „Bei den zu erwartenden Auskreuzungen ist damit zu rechen, dass sich verschreibungspflichtige Wirkstoffe in normalen Lebensmitteln wieder finden."
Der BÖLW wies auf die jüngst bekannt gewordenen Sicherheitsbedenken der EU bezüglich gentechnisch veränderter Nahrungs- und Futtermittel hin, die diese gegenüber der WTO dargestellt hatte. „Das zeigt, wie vernünftig es ist, restriktiv und vorsichtig an die Agro-Gentechnik heranzugehen. Es bleibt unverständlich, weshalb die EU-Kommission immer wieder gegen die Mehrheit der Mitgliedsstaaten die Zulassung gentechnisch veränderter Mais-Sorten durchgesetzt hat“, erklärte der Vorsitzende des BÖLW.



