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BÖLW fordert Seehofer zu sachorientierter Politik auf
(22.12.2005)
Ökolandbau bringt effizient neue Jobs, gesunde Nahrung und intakte Natur
Der BÖLW wendet sich gegen Äußerungen des Ministers gegenüber der Berliner Zeitung, die „Vorzugsbehandlung für den Biolandbau“ zu beenden. Denn Ökobetriebe erhalten heute im Durchschnitt weniger Fördergelder als der konventionelle Betrieb. Daher könne von einer Bevorzugung des Bio-Landbaus keine Rede sein. Die Ökolandwirtschaft führt aber zu einem erheblichen Zuwachs an Arbeitsplätzen und das vor allem dort, wo sie am schwersten zu halten sind: auf dem Lande.
„Wer den Bio-Landbau auf eine Ebene mit der konventionellen Landwirtschaft stellen will, verkennt die Ergebnisse vieler Studien, nach denen sich die Ziele der ländlichen Entwicklung, des Verbraucher- und des Umweltschutzes am besten mit der Ökologischen Landwirtschaft erreichen lassen“, wendet sich Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, gegen die jüngsten Äußerungen von Landwirtschaftsminister Seehofer. „Wir fordern Minister Seehofer deshalb zu einer sachorientierten Politik auf, anstatt auf den Beifall der Agrarlobby zu schielen“, so Löwenstein weiter.
„Ganz und gar unverständlich ist uns, dass Seehofer als Verbraucherschutzminister die Agro-Gentechnik zu einem Zeitpunkt forcieren möchte, zu dem Wissenschaftler immer mehr Risiken dieser Technologie aufdecken“, so Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. Das derzeitige Gentechnikgesetz ist der Mindeststandard der nötig ist, um die Koexistenz und damit eine Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik zu sichern. Der BÖLW fordert Minister Seehofer auf, das Gesetz nicht zu verwässern.
Quelle und weitere Informationen: www.boelw.de



