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Ökolandbau erschließt Wasserressourcen
(23.10.2009)
Herbst- Tagung des BÖLW fordert „Blaue Revolution für grünes Wasser"
Die diesjährige Herbst-Tagung des Bund für ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) stand unter dem Thema: „Blaue Revolution für grünes Wasser: Öko-Methoden erschließen Wasserressourcen zur Sicherung der
Welternährung.“ Experten zeigten sich davon überzeugt, dass die Nutzung ökologischer Anbaumethoden von zentraler Bedeutung sei, um eine ausreichende Wasserversorgung zur Ernährung der Weltbevölkerung sicher zu stellen.
Dieter Gerten vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigte auf, dass die Verfügbarkeit von Wasser in absehbarer Zeit zum bedeutendsten limitierenden Faktor bei der Lebensmittelproduktion wird. Ein Schlüssel zur Steigerung von Erträgen sei der Umgang mit dem so genannten „grünen Wasser“. Dies ist das Wasser, das nach Regenfällen vom Boden gespeichert wird und den Kulturpflanzen ohne weitere Bewässerung zur Verfügung
steht. 70 % der Ernten werden mit „grünem“ Wasser erzeugt.
Ökolandbau verbessert die Wasserqualität
Durch eine bessere Nutzung sind nach seinen Berechnungen bis zu 19 % mehr Ertrag möglich. „Mit den Methoden des Öko-Landbaus kann der Humusgehalt der Böden deutlich gesteigert werden. Dadurch kann er mehr Wasser speichern. Das ist gerade in Trockengebieten von großer Bedeutung“, betonte Urs Niggli Direktor vom Forschungsinstitut für Ökologischen Landbau (FiBL).
Langjährige Untersuchungen zeigten, dass Öko-Flächen Regen besser aufnehmen und so zum Hochwasserschutz beitragen können. Er stellte auch fest, dass der Öko-Landbau eine hohe Wasserqualität sichert, da er mit lediglich 4 % der im konventionellen Landbau üblichen Pflanzenschutzmittelauf- wendungen auskommt und zudem keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.
Vollständige Dokumentation
Eine vollständige Dokumentation der Tagung finden Sie hier:



