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Naturkostverband begrüßt Verbot von MON 810

(22.04.2009)

BNN lobt Aigner

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren Einzelhandel (BNN) hat die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die umstrittene gentechnisch veränderte Maissorte MON 810 in Deutschland zu verbieten begrüßt. Während Ministerin Aigner deswegen von Ministerkollegen angefeindet wird, zollen ihr der BNN und andere Bio- und Umweltverbände dankbaren Beifall.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte kürzlich für den umstrittenen Genmais MON 810 ein Anbauverbot erlassen. Rechtzeitig vor Beginn der nächsten Aussaatperiode gab sie bekannt, dass sie die „Schutzklausel“ ziehen wird. Sie habe berechtigten Grund zu der Annahme, dass der genveränderte Mais der Sorte MON 810 "eine Gefahr für die Umwelt darstellt", sagte Aigner. Diese Auffassung sei auch vom Bundesumweltministerium bestätigt worden. Damit greife eine Schutzklausel, die über EU-Recht möglich sei.

Deutschland folgt nun als sechstes EU-Land dem Vorbild seiner Nachbarn Frankreich, Österreich, Polen, Luxemburg und Griechenland.

Aigner stützte sich neben Gutachten eigener Behörden auch auf eine jüngst vom BÖLW zusammen mit campact veröffentlichten Studie, Danach gibt es bei dem Anbau vom Gen-Mais neue, konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen, von nützlichen Insekten und der Ökologie von Gewässern. Auch der Zusammenhang zwischen der Auslösung von Immunkrankheiten und dem Anbau von Gen-Mais muss nach der Studie dringend geklärt werden.

BNN-Vorstand Harald Wurm äußerte sich befriedigt über diese Entscheidung: "Wir begrüßen diese Entscheidung von Ministerin Aigner, denn die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Maispflanzen, die während ihrer gesamten Wachstumszeit ein Insektengift produzieren, sind mit deutlichen Risiken für die Umwelt behaftet. Nicht nur der Maiszünsler wird dadurch vernichtet, Risiken bestehen beispielsweise auch für bestimmte Schmetterlinge und Marienkäfer. Da für andere Genmais Sorten (Bt11 und 1507) genau die gleichen Bedenken bestehen, sollte sich die Bundesregierung auch gegen weitere Zulassungen aussprechen."

Die Entscheidung der Ministerin kann durchaus als Erfolg derer gewertet werden, die sich seit Jahren gegen die Agrogentechnik engagieren. Ein breites Bündnis vieler Organisationen, eine große Öffentlichkeit und die sachliche Auseinandersetzung mit den politischen Entscheidungsträgern haben
dazu beigetragen, dass in der Agrarpolitik die richtigen Wege beschritten werden können und der Ökologische Landbau auch künftig die Chance hat weiter zu wachsen. Dies nicht zuletzt auch aus Gründen des Verbraucherschutzes.

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