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Nachfrage nach Bio-Gemüse steigt
(06.02.2008)
Besonders gefragt: Zucchini, Tomaten und Paprika
Das Kaufinteresse für Bio-Gemüse ist in Deutschland 2007 weiter gestiegen. Die Privathaushalte, die schon 2006 etwa elf Prozent mehr Bio-Gemüse eingekauft hatten als ein Jahr zuvor, erhöhten ihre Einkaufsmengen im vorigen Jahr um weitere acht Prozent.
Wie die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH, Bonn, (ZMP) mitteilte, fiel der Nachfragezuwachs etwas geringer als im Vorjahr aus. Dies dürfte - so die ZMP - vor allem den europaweit widrigen Witterungsbedingungen mit den entsprechenden Ernteverlusten geschuldet gewesen sein. Denn auffällig für 2007 ist, dass das Wachstum vor allem im 1. Quartal des Jahres stattfand, während ab Frühjahr 2007 die Absatzmengen stagnierten oder zeitweise leicht zurückgingen.
Die Zuwachsraten bei den einzelnen Gemüsekulturen fielen sehr unterschiedlich aus: Während sich Paprika 2007 mit einem Absatzplus von 48 Prozent als absoluter Verkaufsrenner erwies, gingen auf der anderen Seite die Verkaufsmengen bei Salatgurken infolge anhaltender Lieferengpässe um 31 Prozent zurück.
Gut die Hälfte des Bio-Angebots stammte auch 2007 aus heimischer Erzeugung. Die Importrate hat sich zum Vorjahr nur wenig verändert. Bei Möhren ist der deutsche Anteil sogar auf über 50 Prozent gestiegen.
Die Bio-Gemüseanbauflächen sind in Deutschland in den beiden vergangenen Jahren nur um insgesamt sechs Prozent oder 500 Hektar auf 8.900 Hektar in 2006 gestiegen. Der Bio-Anteil an der Gemüseanbaufläche erreichte damit immerhin fast acht Prozent. Bei Möhren belief sich der Bio-Anteil auf neun Prozent, bei Roter Bete sogar auf 13 Prozent.
Trotz der guten Marktaussichten im Bio-Gemüsebau sind 2008 nur vereinzelt Flächenerweiterungen in Sicht: Der Bio-Gemüsebau ist derzeit nur eine Option unter vielen attraktiven Anbaumöglichkeiten; und mit den Umstellungszeiten und pflanzenbaulichen Risiken nicht unbedingt die attraktivste.
Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 29.1.2008



