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Keine bunten Bio-Eier
(04.03.2008)
Bürokraten bremsen den Osterhasen
Amtlich war es schon länger. Jetzt ist es definitv: In diesem Jahr wird es keine bunten Bio-Eier zu Ostern geben. Jedenfalls in Deutschland. Die schlauen Österreicher erwirkten dagegen eine Ausnahmegenehmigung.
Im Dezember 2007 trat die neue EU-Bio-Verordnung in Kraft. Im Anhang dieser Bio-Verordnung sind alle erlaubten Zusatzstoffe für Bio-Produkte aufgelistet. Die Brüsseler Bürokraten hatten jedoch schlicht vergessen, hier auch Stoffe zu listen, die für das Färben von Eiern geeignet sind. Alle Versuche der betroffenen Hersteller, dies noch zu ändern oder die Verordnung mit dem Argument zu umgehen, dass die Eierschale ja nicht mit verzehrt werde und daher wie eine natürliche Verpackung zu interpretieren sei, fruchteten nicht. Jetzt kann nur noch eine Neufassung der Verordnung das Problem lösen, worauf die Hersteller drängen. Für Ostern 2008 kommt dies jedoch definitv zu spät.
Dagegen dürfen die österreichischen Kollegen auch in diesem Jahr Bio-Eier verkaufen, die mit Eisenoxiden und Annatoextrakt gefärbt und mit Kopallack versiegelt wurden. Die österreichische Regierung hat dafür eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Auch Landwirtschaftsminister Seehofer hatte eine solche Erlaubnis in Aussicht gestellt. Doch im Gegensatz zu Österreich fragten die deutschen Beamten erst in Brüssel nach, ob sie das überhaupt dürfen. Und bekamen prompt eine abschlägige Antwort.



