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foodwatch warnt vor BSE-Gefahr

(20.08.2008)

Kriminelle Exporteure verstoßen gegen BSE-Schutzgesetze

Schon (fast) vergessen? Noch vor nicht allzu langer Zeit war die BSE-Gefahr (Übertragung des "Rinderwahnsinns" auf den Menschen durch Fleischverzehr), hervorgerufen durch die Verfütterung verseuchten Tiermehls in aller Munde. Massive Verbraucherreaktionen zwangen Landwirtschaft, Handel und Verarbeitungsbetriebe zur Akzeptanz ernsthafter politischer Maßnahmen, die dann auch auf EU-Ebene ergriffen wurden. So wurde zum Beispiel die Verfütterung von Tiermehl an Rinder und Schweine europaweit verboten, um die Übertragung von BSE zu verhindern. Auch der Export ist strengstens untersagt, damit importiertes, von BSE-kranken Tieren stammendes Fleisch nicht wieder auf unseren Tellern landet. Doch jetzt, nachdem in der Öffentlichkeit die Aufmerksamkeit nachgelassen hat, breiten sich offenbar wieder kriminelle Machenschaften aus.

So deckte die Verbraucherschutzorganisation foodwatch jetzt auf, dass gegen das Exportverbot von Tiermehl massiv verstoßen wird. Unter anderem hat foodwatch kürzlich illegale Exporte von Rindertiermehl aus Deutschland nach Malaysia aufgedeckt. Das Rindertiermehl sollte dort wieder an Nutztiere verfüttert werden. Laut foodwatch ermittelt die Staatsanwaltschaft. Das Verfahren hat die erste Hürde genommen: Der Anfangsverdacht wurde bestätigt. Die Ermittlungen gehen also weiter.

In dem Zusammenhang kritisierte foodwatch auch den obersten ministeriellen Verbraucherschützer Horst Seehofer. Sein Ministerium wende offenbar die bestehenden Gesetze nicht mit der notwendigen Konsequenz an.

foodwatch hat daher eine Verbraucheraktion gestartet, um den bestehenden BSE-Schutzgesetzen Nachdruck zu verleihen. foodwatch: "Fordern Sie Minister Seehofer auf, zu handeln und seinen Fürsorge- und Schutzpflichten gegenüber den Verbrauchern endlich nachzukommen. Beteiligen Sie sich an der Mitmach-Aktion von foodwatch "Für mehr Sicherheit bei tierischen Abfällen" unter:

foodwatch

Bleibt nur festzuhalten: Wer sich wirklich schützen will, sollte weiterhin zu Bio-Fleisch greifen. Das schmeckt ohnehin besser als die "Wasser-Schrumpf-Koteletts" aus konventioneller Produktion und leistet zudem einen Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz.

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