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Wie gut sind Bio-Produkte wirklich
(19.03.2007)
"Quarks & Co." wollte es genau wissen
Die WDR-Fernsehredakteure vom Wissenschaftsmagazin "Quarks & Co. wollten es genau wissen: Unterscheiden sich eigentlich Bio-Produkte nachweisbar von konventionellen Produkten? Dazu ließen Sie Bio-Milch und Bio-Äpfel im Vergleich mit konventioneller Ware von unabhängigen Labors untersuchen.
Das Ergebnis fiel für beide Produktgruppen eindeutig aus: Die Bio-Produkte waren von den konventionellen klar unterscheidbar in ihrer deutlich besseren Qualität.
Gesündere Fettsäuren in der Bio-Milch
Milch enthält verschiedene Fettsäuren. Wie günstig sie sich auf die Gesundheit auswirken, hängt von der genauen Zusammensetzung dieser Stoffe ab. Als besonders gesund gilt zum Beispiel die so genannte alpha-Linolensäure. Experten der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL) in Kiel untersuchten daher für Quarks & Co in verschiedenen Milchproben den Anteil an alpha-Linolensäure.
Alpha-Linolensäure steckt vor allem im Gras. Je mehr Grünfutter die Kühe fressen, umso größer ist daher der Anteil an alpha-Linolensäure in ihrer Milch. Biobauern sind verpflichtet, ihren Tieren viel Weidegang zu bieten, konventionelle Bauern dagegen füttern oft eher Mais oder Kraftfutter.
Wie erwartet finden die Experten der Bundesforschungsanstalt in der Bio-Milch größere Mengen von alpha-Linolensäure als in den konventionellen Vergleichproben. Im Durchschnitt sind die Bio-Werte sogar eineinhalb mal so hoch wie in der konventionellen Milch.
Keine Pflanzenschutzmittel bei Bio-Äpfeln
Mit dem Vergleichtest zwischen konventionell angebauten Äpfeln und Bio-Äpfeln betrauten die WDR-Redakteure Forscher des Chemischen und Lebensmitteluntersuchungsamtes in Dortmund. Das Ergebnis war erwartungsgemäß:
Ohne Probleme fanden die Forscher im Blindtest den Unterschied heraus: Die beiden konventionell angebauten Äpfel in der Probe wiesen gleich mehrere Pflanzenschutzmittel wie zum Beispiel Captan, Chlorpyriphos oder Thiabendazol auf. Bei den Bio-Äpfeln finden die Forscher dagegen nur winzige Spuren von Pflanzenschutzmitteln. Zu einen handelt es sich um geringe Mengen Kupfer, zum anderen um Diphenylamin. Das hat im Bio-Produkt nichts verloren und die Konzentration ist auch extrem gering. Die Forscher vermuten daher, dass die Bio-Äpfel erst beim Transport mit der Substanz in Berührung gekommen sind. Vielleicht wurden sie in einer Kiste transportiert, in der vorher konventionell angebaute Ware lag. Allen vorgelegten Bio-Äpfeln bescheinigen die Forscher auch Bio-Qualität..



