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Bio gewinnt
(12.01.2007)
Bio-Produkte immer beliebter
Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg, hat der Bio-Markt im Jahr 2006 weiter an Fahrt gewonnen: 90 Prozent aller Haushalte in Deutschland hätten - so die GfK - mindestens einmal ein Bio-Produkt gekauft. Und die Anzahl der Einkaufsakte sowie die Ausgaben für Bio stiegen weiter. Das sind Ergebnisse einer Studie der GfK Panel Services Deutschland, die den Absatz von Bio-Produkten im vergangenen Jahr beobachtet hat.
Der Bio-Markt hat im Jahr 2006 weiter an Fahrt zugenommen, wie die GfK in einer entsprechenden Konsumstudie feststellen konnte. Im Zeitraum von Januar bis September hätten die privaten Haushalte ihre Ausgaben für Bio-Produkte um rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Durch den Ausbau des Bio-Angebots im Lebensmitteleinzelhandel sei auch die Käuferreichweite für diese Lebensmittel gestiegen. So hätten von Frühjahr bis Herbst vergangenen Jahres 85 Prozent aller Haushalte mindestens ein Bio-Produkt gekauft. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2005 seien es noch 83 Prozent gewesen. Das Marktwachstum werde jedoch nicht nur durch mehr kaufende Haushalte, sondern auch durch mehr Kaufakte erzielt: Im Durchschnitt habe jeder Haushalt mit 13 Kaufakten zwei Einkäufe von Bio-Produkten mehr getätigt als im Vergleichszeitraum 2005. Insgesamt habe der Bio-Markt in den ersten neun Monaten des Jahres 2006 bei den Lebensmitteln einen Anteil von 2,7 Prozent erreicht.
Das Ende der Fahnenstange auf dem Bio-Markt ist nach Einschätzung der GfK noch lange nicht erreicht. Im Gegenteil: Die Nachfrage steige, und die Attraktivität von Bio nehme weiter zu.
3 Käufergruppen
Die GFK unterscheidet grob drei Käufergruppen:
Die "Probierkäufer" bilden mit über der Hälfte der Verbraucher bisher noch die breite Masse aller Haushalte. Der Anteil von Bio an ihren gesamten Aufwendungen ist noch recht bescheiden.
Bei einem Drittel der Konsumenten sind die Ausgaben für Bio-Produkte bereits deutlich höher. Die "Bewussten" kaufen regelmäßiger.
Zur "Kerngruppe" gehört etwa jeder zehnte Haushalt. Diese Verbraucher kaufen zwar nicht ausschließlich Bio. Der Anteil von Bio-Lebensmitteln hat bei ihnen jedoch einen sehr hohen Stellenwert.
Alle drei Käufergruppen haben jedoch laut GfK eines gemeinsam: Sie steigerten im vergangenen Jahr ihre Ausgaben für Bio-Produkte
Bio ist ausbaufähig
Die Schlussfolgerung der GfK aus der vorliegenden Untersuchung ist klar: Bio sei weiterhin ausbaufähig!
Die einzige Schwierigkeit dabei liege in der Sicherung der Qualität. Damit Bio das bleibt, wofür es steht, müse das Warensegment "sauber" bleiben. Auch kleinere "Betrügereien" dürften nicht vorkommen. Der Verbraucher müsse sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass in Bio-Produkten auch tatsächlich Bio drin ist -so die GfK.
Entscheidende Bedeutung dürfte hierbei der Neuregelung der EU-Bio-Verordnung zukommen, die zur Zeit in der Diskussion ist. Die Anbauverbände kritisieren an dem Entwurf Tendenzen zur Verwässerung der Qualität und bekommen hierfür offenbar indirekt Unterstützung durch die Argumentation der GfK. Wer jetzt und in Zukunft qualitativ bei Bio sicher gehen will, kauft Verbandsware (Demeter, Bioland, Naturland etc.) im Bio-Fachgeschäft.



