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Jetzt ist die Zeit für Rotkohl, Weißkohl und Wirsing
(13.11.2006)
Die typischen Wintergemüse erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit
Der Star unter den frischen Kohlarten ist Blumenkohl, von dem 2005 gut 2,2 Kilogramm je Haushalt gekauft wurden, wie die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH (ZMP) berichtet. Den zweiten Platz nahm Weißkohl ein, von dem ein privater Haushalt in Deutschland durchschnittlich rund 1,5 Kilogramm verbrauchte. Es folgen auf dem dritten Rang der Beliebtheitsskala Kohlrabi mit 1,1 Kilogramm je Haushalt und Broccoli mit rund einem Kilogramm je Haushalt.
Auf der Hitliste der Verbraucher fänden sich, so ZMP, dann folgend Rosenkohl, Chinakohl und Wirsingkohl. Rotkohl sei laut ZMP ein spezieller Fall. Er wird in Deutschland bevorzugt als Konservenware erworben. Biofeinschmecker schätzen die diesbezüglichen Angebote der Marken Schweizer, Natudis, Marschland oder dennree. An Frischware kauften die Privathaushalte in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 450 Gramm je Haushalt, im Glas oder in der Dose wurden dagegen knapp 1,3 Kilogramm Rotkohl je Haushalt gekauft.
Die Wintergemüse haben neben den hohen Nährwertgehalten außerdem den Vorzug, in der Regel aus Deutschland und dort aus der jeweiligen Region zu stammen. Besonders stark sei die hiesige Produktion im Angebot von Rotkohl, Weißkohl und Wirsing vertreten laut ZMP. Hier kamen lediglich 17 bis 25 Prozent der von Privathaushalten gekauften Mengen aus dem Ausland. Damit ist der Kauf nicht nur gesund, sondern auch besonders ökologisch.
Weil sie nicht nur schmackhaft sondern auch besonders wertvoll sind, was die Inhaltsstoffe angeht, stehen die winterlichen Kohlgemüse völlig zu Recht auf dem traditionellen Speisezettel. So hat Blumenkohl einen hohen Kaliumgehalt und steuert auch jede Menge Magnesium, Calcium und sogar einiges Vitamin C bei. Wirsing zum Beispiel enthält bei geringer Kalorienzahl (nur 31 Kalorien pro 100 g), enthält wie alle Kohlsorten reichlich Schwefelöle, besonders viel Chlorophyll, bringt viel Eiweiß, Fette, auch Eisen und Phosphor mit und liefert ferner Vitamin A, mehrere B-Vitamine. Roh deckt er mit 100 g den Tagesbedarf an Vitamin C.
Rotkohl wiederum ist reich an Eisen, Mineralstoffen, Anthozyanen (Pflanzenfarbstoff/Radikalfänger), Zucker und Senfölen. Alle Kohlarten bringen reichlich Ballaststoffe in den Speiseplan ein, die für eine gute Verdauung wichtig sind.
Aus Weisskohl wird nicht nur Sauerkraut. Aus ihm lassen sich deftige Eintöpfe, Krautkuchen, Krautwickel oder Salate herstellen. Durch seinen hohen Vitamin C-Gehalt (46 mg/100 g) und Thiocyanat-Gehalt (wirkt antibiotisch) ist Weißkohl sehr gesund. Ihm werden zahlreiche heilende Wirkungen zugeschrieben.
Auch Broccoli, eng mit dem Blumenkohl verwandt, lässt sich bezüglich wertvoller Nährstoffe nicht lumpen: Broccoli ist besonders reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium und Vitaminen wie B1, B2, B6, E und besonders Ascorbinsäure (Vitamin C) und Carotin (Provitamin A). Weiter enthält er zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Eine Studie der kanadischen Universität Saskatchewan konnte nachweisen, dass gewisse Inhaltsstoffe des Broccoli auch vor Arteriosklerose und Bluthochdruck schützen.



