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Bio sichert 160.000 Arbeitsplätze
(07.09.2006)
Nachhaltiges Wachstum schafft weitere Perspektiven
Während die Globalisierung verbunden mit unerbittlichem Kostendruck seit Jahren für Arbeitsplatzabbau vor allem in Großunternehmen sorgt, schafft die mittelständisch geprägte Bio-Branche mit seit Jahrem kontinuierlichen Wachstum neue Arbeitsplätze.
Die von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägte Biobranche verzeichnet seit Jahren einen kontinuierlichen Zuwachs von Arbeitsplätzen. Mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent wurde 2005 ein Inlandsumsatz von rund vier Milliarden Euro erreicht. Damit sichert die Biobranche nach Schätzungen des PresseForum BioBranche das Einkommen von rund 160.000 Arbeitskräften, die in den Bereichen Erzeugung, Herstellung, Handel und Dienstleistung tätig sind.
Die Mehrzahl der deutschen Bio-Hersteller produziert in Deutschland und verzichtet auf kostensenkende Verlagerungen ins Ausland. „Unsere Hersteller übernehmen die soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter und für die Landwirte und Lieferanten in den Regionen“, so Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. Außerdem erfordere die Herstellung qualitativ hochwertiger Bio-Produkte ohne die zahlreichen Hilfsmittel und Zusatzstoffe der Lebensmittelindustrie spezielles Know-how und jahrelange Erfahrung.
„Die Qualität unserer Produkte hängt wesentlich von der Qualifikation und dem Engagement unserer Mitarbeiter ab“, stellt Ulrich Walter, vom Naturkost-Unternehmen Ulrich Walter GmbH/Lebensbaum fest. Flexible Arbeitszeitgestaltung, Home Office- und Teilzeitarbeitsmodelle ermöglichen es, Familie und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Viele Bio-Firmen bieten ihren Mitarbeitern darüber hinaus vielfältige Angebote, die vom ökologischen Mittagstisch bis zur betrieblichen Weiterbildung reichen.
Insgesamt leistet die boomende Biobranche in Deutschland nicht nur wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung, sondern gehört zu den wenigen Branchen in Deutschland, von der Impulse für den Arbeitsmarkt ausgehen.
Dies gilt auch und gerade für die bäuerlichen Erzeugerbetirebe. Im ökologischen Landbau allein sind 50.200 Arbeitskräfte in rund 13.900 Betrieben beschäftigt. „In der konventionellen Landwirtschaft ist die Zahl der Beschäftigten seit 1999 um etwa 82.000 gesunken. Bio-Betriebe sind keine Agrarfabriken, hier gibt es einfach mehr für Menschen zu tun“, erläutert Stefan Illi, Geschäftsführer vom Demeter-Bund.
Deshalb fordert Thomas Dosch, Präsident des größten deutschen Anbauverbandes die Umstellung auf ökologischen Landbau auch unter Beschäftigungsaspekten weiterhin aktiv und angemessen zu fördern.



