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Kein Gentec-Saatgut
(28.03.2011)
GVO-Gefahr vorerst gebannt
Wie der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) mitteilt, ist im Bundesrat eine Initiative von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden- Württemberg gescheitert, nach der Toleranzen für gentechnische Verunreinigungen im Saatgut möglich werden sollten. Derzeit - und damit weiterhin - gilt eine Nulltoleranz.
Der Agrarausschuss des Länder-Parlaments hatte sich Ende Februar noch für eine „technische Lösung“ ausgesprochen. Es war zu befürchten, dass damit Verunreinigungen bis 0,1 % toleriert werden.
Entschiedene Reaktionen von Umweltschutzseite verhinderten eine Änderung
Konzertiert, vielfältig und erfolgreich reagierten Verbände und Zivilgesellschaft. Es gab Unterschriftensammlungen, Briefe und Demonstrationen in etlichen Bundesländern.
Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, begrüßte die Entscheidung: „Die Reinheit des Saatguts hat höchste Bedeutung für die Sicherung der
gentechnikfreien Landwirtschaft. Ganz besonders gilt das für uns Biobauern und Hersteller Ökologischer Lebensmittel.
Denn sie stehen den Verbrauchern gegenüber im Wort, alles zu tun, um Gentechnik von Lebensmitteln und aus der landwirtschaftlichen Erzeugung fernzuhalten. Es ist erfreulich, dass der Bundesrat mit seiner Entscheidung hier ein deutliches Zeichen gesetzt hat. Die Proteste von Landwirten und Bürgern haben Wirkung gezeigt.“
Löwenstein fordert mehr Einsatz in Brüssel
Löwenstein forderte die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für den Fortbestand der Nulltoleranz beim Saatgut einzusetzen. Auch müsse sichergestellt werden, dass die Verursacher der unerwünschten Kontaminationen zur Verantwortung gezogen werden können. Im Zweifelsfalle soll der Inhaber des Gentechnikkonstrukts als Verursacher gelten.



