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Hochgenuss Bio-Spargel
(11.03.2009)
Bald ist wieder Spargelzeit
Für manche die schönste Zeit des Jahres: Der Frühling erwacht und der Spargel reift. Kaum ein anderes Gemüse erfreut sich einer größeren Beliebtheit als die weißen Stangen. Jedes Jahr fiebern wir dem ersten Spargelstich ungeduldig entgegen. Die Spargelernte beginnt hierzulande etwa Mitte April und endet am 24. Juni, dem Johannistag.
Begehrt ist das "Königsgemüse" übrigens schon seit Tausenden von Jahren. Bereits um 3.000 v. Chr. ist der Anbau im Reich der Pharaonen belegt. Die ersten deutschen Spargelpflanzen sind dagegen noch recht jung und sollen um das Jahr 1550 in Stuttgart das erste Mal angebaut worden sein.
Importware meist aus Marokko, Griechenland oder Spanien ist natürlich schon früher zu haben. Wer nicht warten kann und schon vor der heimischen Ernte zum König der Gemüse greift, kann allerdings schon mal Enttäuschungen erleben. Spargel ist nämlich nicht nur saisonal begrenzt zu haben, sondern auch extrem empfindlich. Sobald die Stangen gestochen sind, verlieren sie stündlich mehr an Frische, Aroma, Zartheit und Geschmack.
Gerade für Spargel gilt daher: Regionalen Bio-Spargel mit kurzen Transportwegen bevorzugen.
Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst, Bonn, hat einige Tipps für den Einkauf: "Frischer Spargel ist leicht glänzend und der Kopf ist immer fest geschlossen. Die Stangen lassen sich zudem gut mit dem Fingernagel einritzen und sollten beim Gegeneinanderreiben deutlich quietschen." Das entscheidende sind aber die Schnittstellen. "Sie müssen feucht und saftig sein. Wenn die Spargelstangen verpackt sind und die Enden nicht erkennbar sind, ist das generell erst einmal ein schlechtes Zeichen", so Seitz weiter. Wirklich frischen Spargel bekommt man entweder beim Bio-Bauern, auf Wochenmärkten, die auch von Öko-Landwirten beschickt werden oder an einem der zahlreichen mobilen Verkaufsstände an verkehrsgünstigen Stellen.
Und noch ein weiterer Tipp für alle Spargelfans: Die Schalen und Endstücke sollte man nicht wegwerfen. "Mit dem Spargelwasser kann man die Reste, die sonst im Müll landen, auskochen und wunderbar als Fond für Saucen und Suppen verwenden", empfiehlt Seitz.
Übrigens, falls einmal die Augen beim Spargelkauf größer waren als der Hunger, kann man den geschälten, nicht gekochten Spargel problemlos für sechs bis acht Monate einfrieren. Dann ist auch die Zeit bis zur nächsten Spargelsaison nicht mehr allzu weit.
Weitere Informationen:
http://www.was-wir-essen.de/abisz/spargel.php
Quelle: aid-Infodienst
Verbraucherschutz Ernährung Landwirtschaft e.V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn



