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„Wer Pilze isst, lebt länger“
(03.04.2008)
Pilzforscher lobt die gesundheitsfördernden Eigenschaften
Regelmäßiger Pilzkonsum fördert die Gesundheit, beugt vor und heilt Krankheiten. Wegen der vielfältigen Nährstoffe und Heilkräfte nehmen immer mehr Menschen das „Fleisch des Waldes“ als Frischpilz oder getrockneten Pilz zu sich. „Wer Pilze isst, lebt länger“, sagt der Kölner Pilzforscher Prof. Dr. Dr. h. c. Jan I. Lelley (69).
Pilze sind Lelley zufolge wegen ihres geringen Kaloriengehalts und ihres Reichtums an Vitaminen und Ballaststoffen (Chitin, Hemizellulose) wertvolle Nahrungsmittel mit rund 100 Geschmackskomponenten. Die Heilkräfte rühren von Vielfachzucker- und Kohlenstoffverbindungen sowie anderen Inhaltsstoffen her. Zu den wichtigsten Kulturspeisepilzen zählten - so Lelley - Austernpilz, Shii-take und Kulturchampignons. Trotz des beachtlichen kulinarischen Wertes seien Pilze eine hervorragende Diätspeise, rät der Pilzexperte. Sie enthielten nicht mehr als 20 bis 40 Kalorien in 100 Gramm. Demnach seien 100 g Frischpilze, auf den Energiegehalt bezogen, mit nur 3 bis 4 g Fett oder 6 bis 8 g Kohlehydraten bzw. Eiweiß gleichzusetzen.
Bei Pilzen aus Öko-Zucht kommt der Vorteil hinzu, nicht mit Schadstoffen belastet zu sein. Pilze als ausgesprochenes Speichermedium sind hierfür ansonsten besonders empfänglich.
Pilze enthalten laut Lelley wenig Glukose und eignen sich gut für den Speiseplan bei Diabetes, sie sind salzarm und deshalb gut für Menschen mit Bluthochdruck. Pilze enthalten wichtige Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Zink und Selen) sowie wertvolle Mineralien wie Kalium und Phosphor. Jeder Bundesbürger isst jährlich rund 3 kg Speisepilze.
Sein Buch „Die Heilkraft der Pilze“ ist in vierter, neu bearbeiteter Auflage soeben erschienen.



