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Acrylamid-Werte zum Teil wieder gestiegen

(31.01.2008)

Risiken bei Knäckebrot, Zwieback und Kekse für Säuglinge und Kleinkinder, Pommes frites, Röstkaffee und Kaffeeersatz

Frühstückscerealien, Backwaren aus Mürbeteig und Kartoffelpuffer enthalten gegenüber dem Vorjahr deutlich weniger Acrylamid. Auch bei Lebkuchen, Spekulatius und löslichem Kaffee gelang der Lebensmittelindustrie und dem Handwerk eine Reduzierung der mittleren Acrylamidgehalte (Mediane). Erhöht hat sich die Acrylamidbelastung dagegen im Vergleich zum Vorjahr in den Warengruppen Knäckebrot, Dauerbackwaren für Diabetiker, Zwieback und Kekse für Säuglinge und Kleinkinder, zubereitete Pommes frites, Röstkaffee und Kaffeeersatz. Die mittlere Belastung bei Kartoffelchips veränderte sich kaum.

Dies sind Ergebnisse der so genannten „Siebten Acrylamid-Signalwertberechung“, die vom Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf der Grundlage von rund 1500 von den Bundesländern übermittelten Datensätzen des Berichtszeitraums 2006/2007 im Dezember 2007 erstellt wurde.

Bei Frühstückscerealien, Backwaren aus Mürbeteig, Kartoffelpuffern und löslichem Kaffee konnte seit Etablierung des Minimierungskonzepts im Jahr 2002 eine schrittweise Absenkung des Signalwertes erreicht werden. In den neun anderen Warengruppen gelang seit 2002 hingegen keine kontinuierliche Reduzierung der Signalwerte.

Seit 2007 gibt es ein europaweites Überwachungsprogramm für Acrylamid. Dieses wird in Deutschland im Rahmen des Minimierungskonzeptes für Acrylamid des Bundesamtes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLV) durchgeführt.
Vielfach finden sich weitgehend gleichartige Produkte auf dem Markt, deren Acrylamidbelastung jedoch auf Grund von Unterschieden in der Rezeptur oder Herstellung stark variiert. Dies weist darauf hin, dass die bisher in Wirtschaft und Forschung gewonnenen Erkenntnisse zur Acrylamidreduzierung noch nachhaltiger als bisher in der Praxis der Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln durchgesetzt werden müssen.

Wie funktioniert das Minimierungskonzept für Acrylamid?

Die seit 2002 regelmäßig durchgeführte Erhebung der Acrylamidgehalte bestimmter Lebensmittel dient zur Berechnung von Signalwerten für definierte Warengruppen, auf deren Grundlage die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung der Bundesländer mit den Herstellern besonders hoch belasteter Produkte in einen Dialog zur Reduzierung der Acrylamidbelastung treten sollen.

Weitere Informationen finden sich hier:

http://www.bvl.bund.de

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