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Zwiebeln, Äpfel, Beeren, Grünkohl und Brokkoli schützen vor Bauchspeicheldrüsenkrebs

(26.04.2007)

US-Studie identifiziert Flavonole als Schutzfaktoren

Eine große amerikanische Ernährungs- und Krebsstudie mit 183 518 Teilnehmern zeigt, dass eine flavonolreiche Ernährung helfen könnte, das Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko zu senken. Flavonole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die besonders reichlich in Zwiebeln, Äpfeln, Beeren, Grünkohl und Brokkoli enthalten sind.

Wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke mitteilte wurden die Studienergebnisse am Sonntag den 15. April 2007 anlässlich des Annual Meeting of the American Association for Cancer Research (AACR) 2007 in Los Angeles erstmals vorgestellt.

„Studienteilnehmer, die mit ihrer Nahrung am meisten Flavonole aufnahmen, hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Verzehr, ein um 23 Prozent vermindertes Risiko an Bauspeicheldrüsenkrebs zu erkranken“, kommentiert Studienleiter Dr. Laurence Kolonel vom Cancer Research Center of Hawaii.

„Besonders Raucher profitierten von einer flavonolreichen Ernährung. Raucher, die viele dieser sekundären Pflanzenstoffe mit der Nahrung aufnahmen, konnten ihr Risiko im Vergleich zu Rauchern mit geringem Verzehr sogar um 59 Prozent senken“, sagt Dr. Ute Nöthlings, die die Studie im Rahmen eines längeren Forschungsaufenthalts auf Hawaii durchführte und nun am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke tätig ist.

„Vermutlich sind die Effekte bei Rauchern am stärksten, da diese Gruppe bereits ein erhöhtes Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko hat“, sagt Nöthlings, Erstautorin der Studie. Rauchen ist bislang der einzige anerkannte Lebensstilrisikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

„Auf welchen biologischen Mechanismen die gefundenen Zusammenhänge beruhen, haben wir in unserer Studie nicht untersucht. Allgemein sind krebspräventive Wirkungen von Flavonolen auf verschiedene Eigenschaften zurückgeführt worden: Flavonole inhibieren den Zell-Zyklus sowie die Zell-Proliferation und wirken oxidativem Stress entgegen. Zudem sind sie in der Lage, Enzyme des „Entgiftungsstoffwechsels“ zu induzieren und einen programmierten Zelltod (Apoptose) auszulösen“, erklärt Nöthlings.

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