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Wir essen mehr Fleisch und weniger Obst
(21.11.2007)
Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln fast halbiert
Vergleicht man die Verbrauchszahlen von Lebensmitteln der Jahre 1970/71 mit denen der Jahre 2005/2006 zeigen sich die Auswirkungen der Wohlstandsgesellschaft: Wurden in den 70er Jahren noch 102 Kg Kartoffeln pro Kopf und Jahr gegessen, sind es heute nur noch 63 Kg. Der Fleischverzehr stieg dagegen von 59,7 Kg auf 88,3 Kg.
Erfreulich ist, dass gleichzeitig auch der Gemüseverzehr zunahm: Von 63,8 Kg im Jahr 1970 auf immerhin 95,1 Kg im Jahr 2005. Auch der Fischverzehr nahm leicht zu, während der Milchkonsum ungefähr gleich blieb.
Gemessen an den Empfehlungen der Ernährungsfachleute sind diese Daten erfreulich. Merkwürdig allerdings, dass der Obst-Konsum rückläufig ist. Denn saisonalen Einschränkungen unterliegt das weltweite Angebot ja nicht mehr. Früher rein heimisches Obst, das es hauptsächlich im Herbst gab, wie zum Beispiel Äpfel und Birnen, wird mittlerweile irgendwo immer auf der Welt gerade reif. Von Fleisch dagegen könnte es gerne etwas weniger sein gemäß der Ernährungsempfehlungen. Hier steht beim Einkauf offenbar immer noch verstärkt das Preis-Mengen-Verhältnis im Fokus an Stelle der Qualität. Dabei riecht, schmeckt und sieht man bei kaum einem Lebensmittel deutlicher als bei Fleisch den Unterschied zwischen konventioneller Ware und Bio-Qualität



