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Verbraucherzentralen fordern gesundes Schulessen
(24.09.2007)
"Gesunde Schulverpflegung im Schulgesetz verankern"
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen haben die Bundesländer aufgefordert, eine gesunde Schulverpflegung verpflichtend im Schulgesetz zu verankern. "Es darf nicht dem Engagement des Schulleiters überlassen werden, ob die Schülerinnen und Schüler gesund ernährt werden", so vzbv-Ernährungsreferentin Angelika Michel-Drees.
1,9 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 3-17 Jahren in Deutschland sind übergewichtig, jeder Fünfte der 11 bis 17-Jährigen zeigt Auffälligkeiten im Essverhalten. Eine richtige Verpflegung und Ernährungsbildung in Schulen kann helfen, der Fehlernährung von Kindern und Jugendlichen entgegenzusteuern. Besonders der Trend zur Ganztagsschule bietet hier eine große Chance. "Der Ausbau der Ganztagsbetreuung muss Hand in Hand gehen mit einer gesunden Verpflegung der Kinder und Jugendlichen", fordert Michel-Drees. In allen Schulformen müssten Theorie im Unterricht und Praxis am Esstisch ineinandergreifen. Gerade das Schulalter sei wichtig für die Ausprägung von gesunden Lebensstilen.
Im Rahmen eines Symposiums "Schlauer essen. Besser lernen" stellte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) bundesweite Qualitätsstandards für eine optimale Schulverpflegung vor. Daran orientiert fordern die Verbraucherzentralen:
1. Die bundesweite Umsetzung der Qualitätsstandards der DGE für eine optimale Schulverpflegung. Diese muss vom Bund durch Fördermaßnahmen unterstützt und forciert werden.
2. Die Länder müssen in ihren Schulgesetzen die Verpflichtung der Schulträger für eine gesundheitsförderliche Ernährung verankern.
3. Den Aufbau einer Plattform für Schulverpflegung der Länder und Kommunen.
4. Die Verankerung der Ernährungs- und Verbraucherbildung in den Lehrplänen aller Schulstufen.
5. Die Festlegung bundesweiter Standards für Werbung und Sponsoring in Schulen. Klare Grenzen muss es vor allem für die Bewerbung problematischer Lebensmittel geben.
6. Bedürftige Familien müssen eine finanzielle Unterstützung erhalten. Unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern muss jedes Kind die Möglichkeit haben, an der Schulverpflegung teilzunehmen.



