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Soja kontra Milch: Was ist besser?

(07.12.2006)

"Kommt drauf an" sagen die Ernährungsexperten

www.t-online.de bat Experten zur Klärung der Frage, was ist gesünder sei: Sojagetränke oder Milch. Die Antwort glich einer Stellungnahme von Radio Eriwan: Sojamilch, besonders von Kuhmilchallergikern geschätzt, enthalte kaum Kalzium und Vitamin B12. Auch das Eiweiß- und Fettsäuremuster unterscheide sich stark von dem der Milch. Diese sei zwar reich an hochwertigem Eiweiß, Kalzium und B-Vitaminen, enthalte aber auch eine beachtliche Menge an gesättigten Fettsäuren. Deshalb rieten Ernährungsexperten zu Recht, überwiegend fettarme Milchprodukte zu verzehren.

Das "Ammenmärchen", Milch rufe Allergien hervor, weisen die Ernährungsexperten allerdings zurück. Es gebe genausoviele Soja-Allergiker wie Milch-Allergiker. Bei Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactoseintoleranz) könne Soja, so wird Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) auf www.t-online.de zitiert, eine gute Alternative zur Milch sein. Allerdings gebe es auch zahlreiche Kuhmilchprodukte, die nahezu frei von Lactose seien, so zum Beispiel Joghurt, Käse oder auch lactosefreie Milch. "Hier muss jeder selbst ausprobieren, was er verträgt", so Restemeyer.

Für Säuglinge sei, so t-online.de, Sojamilch nur bedingt geeignet
Sojamilch werde durch Einweichen, Erhitzen und Filtrieren zerkleinerter Sojabohnen hergestellt. Der Eiweißgehalt entspreche in etwa dem von Kuhmilch, die Eiweißqualität (biologische Wertigkeit) gelte jedoch als etwas geringer. Das große Plus: Sojamilch sei cholesterinfrei und habe einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Allerdings habe der pflanzliche Drink kaum Kalzium und kein Vitamin B12. Aus diesem Grunde sollten Säuglinge und Kleinkinder nur aus Pulver hergestellte Sojamilch erhalten. Deren Nährstoffgehalt sei den speziellen Bedürfnissen angepasst und müsse den gesetzlichen Bestimmungen für Säuglingsmilch entsprechen.

Die Angst vor gentechnischer Manipulation bei Soja ist durchaus berechtigt. Ist Soja doch eine der ersten und in USA mittlerweile weit verbreiteten Sorten gewesen, an denen Monsanto und andere "herumbastelten". Doch bei Bio-Produkten ist dieses Risiko nahezu ausgeschlossen. Strenge Kontrollen sichern dies ab.

Sojamilch schmeckt nicht wie Kuhmilch. Es gibt verschiedene Geschmacksvarianten zum Teil auch mit Zusätzen wie z.B. Vanille. Meist hat der Geschmack einen leicht getreidigen Einschlag. Dennoch könne in den meisten Rezepten Kuhmilch problemlos durch Sojamilch ersetzt werden, versichern die t-online-Experten.. Allerdings könne der pflanzliche Drink beispielsweise in heißen Getränken wie Tee oder Kaffee ausflocken. Durch einen kleinen Trick lasse sich das verhindern: Man gieße zunächst die Sojamilch in die Tasse und erst anschließend den Kaffee.

Am besten Sie probieren mal aus: In Ihrem Bioladen gibt´s diverse Marken und Sorten von Sojamilch. Lassen Sie sich mal überraschen!

Leserzuschrift

Zu diesem Artikel schrieb uns Kilian Dreißig:

Der größte Teil des Sojas wird als Futtermittel verwendet. Der Konsum von Kuhmilch verbraucht so unterm Strich bedeutend viel mehr Soja als der Konsum von Sojadrink. durch den hohen Eiweißgehalt in Kuhmilch kann das in größeren Mengen enthaltene Calcium vom Körper nicht gut aufgenommen werden. Auch ein wichtiger Faktor der häufig missachtet wird. Es geht um die Zusammensetzung und nicht nur um Einzel-Inhaltsstoffe

Mit freundlichem Gruß:

Kilian Dreißig

www.aktion-umwelt.de

Stellungnahme der Redaktion

Auf Bio-Milch trifft weitgehend nicht zu, dass Soja in Form von Futtermitteln für die Produktion verbraucht wird. Öko-Höfe betreiben eine Kreislaufwirtschaft, in der die für die Winterfütterung notwendigen Futtermittel hautpsächlich selbst in Form von Silage produktziert werden. Zukauf von Futtermitteln ist nur sehr begrenzt erlaubt. Von Greenpeace initiierte Untersuchungen haben auch ergeben, dass das Fettsäurespektrum von Bio-Milch vorteilhafter als das von konventioneller Milch ist.

die Redaktion

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