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Obst- und Gemüseverzehr senkt das Thrombose-Risiko
(13.07.2007)
Weniger Venenverschlüsse bei gesunder Ernährung
Wer sich reichlich Obst und Gemüse schmecken lässt, regelmäßig Fisch verzehrt und nur selten rotes und verarbeitetes Fleisch isst, hat ein geringeres Risiko für eine Thrombose. Das teilt der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB, Gießen) jetzt mit.
Thrombosen sind Blutgerinnsel, die sich meist in den tief liegenden Venen der Beine bilden; sie können aber auch das Becken und seltener Arme und Schultergürtel betreffen. Gefährlich wird eine Thrombose, wenn sich ein Blutgerinnsel löst, zur Lunge gelangt und dort eine Lungenembolie, das heißt einen Gefäßverschluss verursacht. Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass beispielsweise Homocystein und Blutgerinnungsfaktoren, die an der Thrombosebildung beteiligt sind, durch die Nahrung beeinflusst werden. Ein amerikanisches Forscherteam analysierte nun die Daten von knapp 15.000 erwachsenen Amerikanern, die über 12 Jahre beobachtet wurden. Diejenigen, die sich mindestens 4 Portionen Obst und Gemüse und eine Portion Fisch pro Woche schmecken ließen, zeigten ein bis zu 50 Prozent verringertes Risiko für eine Thrombose als andere. Wer dagegen mehr als 1,5 Portionen rotes und verarbeitetes Fleisch pro Tag aß, hatte ein doppelt so hohes Risiko wie Personen, die weniger als eine halbe Portion verzehrten. Auch für die Nährstoffe Folsäure, Vitamin B6 und Omega-3-Fettsäuren zeigte sich ein positiver Einfluss. Überraschenderweise konnten die Forscher keinen Zusammenhang zwischen Vollkornprodukten und Thrombose feststellen, obwohl diese Produkte gute Quellen für Folat und Vitamin B6 darstellen. Auch die isolierte Zufuhr an B-Vitaminen ergab in einer anderen Studie keinen Schutz vor Thrombose. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass die Nähr- und Wirkstoffe in den Lebensmitteln einen synergistischen Effekt haben, der über die Wirkung der isolierten Inhaltsstoffe hinausgeht.



