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Neue Studie belegt: Freilandeier sind gesünder

(22.10.2007)

Wer Käfigeier kauft, bestraft sich selbst

Eine von der Charité Universitätsmedizin Berlin durchgeführte Untersuchung von Eiern aus verschiedenen Haltungsformen ergab einen eindeutigen Punktesieg der Freilandeier: Es zeigte sich, dass Eier von Hühnern, die freien Zugang zum Grünland haben, doppelt so viele Carotinoide enthalten wie herkömmliche Eier.

Unter anderem enthalten Freilandeier mehr von dem besonders effektive Carotinoid Lycopin, das sonst eher in Obst und Gemüse vorkommt.

Carotinoide sind natürliche Farbstoffe. Die meisten von ihnen, wie das Carotionoid Lycopin, haben die Funktion von Antioxidantien. Dadurch sollen sie vielen Erkrankungen wie Krebs, Arteriosklerose oder der Hautalterung vorbeugen. Weil der Mensch Carotin nicht selbst im Organismus bilden kann, muss er dieses durch die Nahrung aufnehmen. Man kann also mit einem leckeren Frühstücksei oder einem deftigen Rührei genussvoll etwas für die Gesundheit tun, denn die Forscher der Charitè haben festgestellt, dass ein gekochtes Ei noch gesünder ist als ein rohes.

"Wir hoffen, dass diese Untersuchung auch in die Diskussion über die Freilandhaltung von Geflügel eingeht, die aufgrund von Vogelgrippefällen wieder stark eingeschränkt ist", so Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, "denn wenn diese Haltungsform von der Politik noch weiter eingeengt wird, wird es sie bald in Deutschland nicht mehr geben".

Dass diese Befürchtung nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen Vergleichszahlen von 2005 auf 2006: 3,2 Prozent weniger Freilandeier kamen in den Verkauf, dagegen 3,8 Prozent mehr aus der Bodenhaltung, einer Massentierhaltung, der nur die Käfigwände fehlen. Darüber hinaus ist nach Ansicht von Walter Höhne die Stallpflicht als Vorsichtmaßnahme gegen die Vogelgrippe nicht der richtige Ansatz. "Durch Wegsperren und massenhaftes Keulen wird das Problem Vogelgrippe nicht gelöst", so Walter Höhne.

Eine natürliche Haltung in bäuerlicher Tradition mit robusten Rassen und einem geschlossenen System im Sinne von kleinen Herden und Futtermitteln aus vorwiegend eigener Erzeugung sind die zweckmäßigeren Mittel. In diesen kleinen Strukturen werden dann auch die gesündesten Eier mit hohem Carotin-Gehalt erzeugt, wie die Charité Universitätsmedizin Berlin in ihrer Untersuchung festgestellt hat.

Quelle: Fördergemeinschaft ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V.

www.bio-berlin-brandenburg.de

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