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Deutsche Behörden stoppen kurz vor Weihnachten den Osterhasen
(20.11.2007)
Schilda lässt grüßen: Verbot bunter Ostereier
Zu Ostern 2008 gibt es womöglich keine bunt gefärbten Bio-Ostereier. Denn die fürs Färben notwendigen Lebensmittelfarben fehlen im neu formulierten Anhang VI der EU-Öko-Verordnung. Der gilt ab dem 1. Dezember 2007 und regelt, welche Zusatz- und Hilfsstoffe bei der Herstellung tierischer Lebensmittel eingesetzt werden dürfen.
Während die Nierderländer und Österreicher diesen Umstand nicht so ernst nehmen und völlig zurecht davon ausgehen, dass in Brüssel bei der Zusammenstellung des Öko-Verordnungs-Anhangs die Ostereierfarben schlicht vergessen wurden, wollen die deutschen Kontrollbehörden sich bis jetzt nicht erweichen lassen.
Schluss mit bunt sagen die deutschen Öko-Kontrollbehörden. Listig halten die deutschen Bio-Hühner-Halter dagegen: Die Schale sei kein Lebensmittel und dürfe daher gefärbt werden. So argumentiert die Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei und verweist auf zwei Anwaltsgutachten. Die Eier-Produzenten fürchten, dass ihnen die Bauern aus Österreich und den Niederlanden das Ostereiergeschäft wegnehmen.
Vielleicht sollte der Weihnachtsmann zugunsten des Osterhasen mal ein Machtwort sprechen.



