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Wer Bio isst, isst meist gesünder
(16.05.2006)
Der Bio-Trend: Viel Obst und Gemüse - weniger Fleisch
Die Bio-Käufer scheinen sich insgesamt gesünder zu ernähren, als der Durchschnitt der Konsumenten. Der Anteil an frischem Obst und Gemüse liegt bei den Bio-Käufern wesentlich höher als bei den Verbrauchern konventioneller Ware.
Auf einem wissenschaftlichen Ökomarkt-Workshop, den die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) jetzt Anfang Mai in Berlin veranstaltete, stellte der ZMP-Experte Dr. Paul Michels interessante Zahlen vor:
So geben Bio-Käufer über 51 Prozent ihres Budgets für Frischwaren im Bereich Obst und Gemüse aus. Nur etwas über 16 Prozent entfallen auf Fleisch. Im Gesamtmarkt sind die Verhältnisse fast umgekehrt: Dort geben die konventionell einkaufenden Verbraucher übe 45 Prozent für Fleisch und nur rund 30 Prozent Ihres Frische-Einkaufsbudgets für Obst und Gemüse aus.
Damit entspricht das Ernährungsverhalten der Bio-Käufer wesentlich mehr den Empfehlungen der Ernährungsexperten, wie z.B. der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die fünf mal täglich eine Portion Obst oder Gemüse zu essen empfiehlt.
Vermutlich ist es jedoch nicht nur das Ernährungsbewußtsein, was das Kaufverhalten steuert. Ein wichtiger Grund ist vermutlich in den Preisen zu sehen. Konventionelles Fleisch ist spottbillig und wird allein schon deshalb in großen Mengen gekauft und verzehrt. Der Instinkt des Schnäppchenjägers wird hier zur Gesundheitsfalle. Denn wer hier hautpsächlich preisgesteuert und wenig qualitätsbewußt einkauft nach dem Motto "ich bin doch nicht blöd", tut sich in Wahrheit nichts Gutes.
Ein gutes Stück Bio-Fleisch hat dagegen seinen qualitätsbedingten Preis und wird deshalb wesentlich bewußter und in kleineren Mengen gekauft und verzehrt. Das kommt einem gesunden Nahrungsmittelmix näher, als das tellergroße billige konventionelle Schnitzel.
Quelle: Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH, Bonn



