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genfrei gehen von Berlin nach Brüssel

(30.04.2009)

2. Marsch für eine gentechnikfreie Welt

Am 18. Juni 2009 ist es wieder soweit: Joseph Wilhlem, Gründer und Chef des größten Naturkostherstellers Rapunzel, Legau, zieht erneut die Wanderstiefel an. Nachdem er erstmals 2007 von Lübeck nach Lindau lief, um demonstrativ für eine gentechnikfreie Welt zu werben, führt die neue Route von Berlin über Bonn nach Brüssel.

Auch der 2. Marsch will Mut machen, sich konstruktiv und positiv für das Ziel einer gentechnikfreien Zukunft für alle einzusetzen. Diesmal führt der Marsch durch drei Länder und macht Station an wichtigen politischen Standorten: Berlin · Bonn · Maastricht · Brüssel. Jede/r ist eingeladen mitzuwandern - und sei es nur für eine Etappe oder ein paar Kilometer - oder sich in anderer Weise zu engagieren.

Ca. 35 Tage (Laufzeit 30 Tage und 5 Pausentage) liegen vor den Wanderern. Pro Tagesetappe werden etwa 25-30km zurückgelegt.

Bewusstseinsbildung auch in der Bio-Branche

Initiator Joseph Wilhelm, selbst "Urgestein" der Bio-Branche, fühlte sich auf Grund des vielfältigen Zuspruchs von allen Seiten nach seiner ersten Tour 2007 zu einem zweiten Marsch von Berlin nach Brüssel ermutigt. "Wir konnten beobachten," so Wilhelm", dass die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit für unseren ersten Marsch von Lübeck nach Lindau erst im Nachhinein verstärkt spürbar war. Auch in weiten Kreisen des Biohandels fehlt es noch an Bewusstsein zu diesem bedrohlichen Thema. Bedrohlich nicht nur für alle Arten und Lebewesen auf unserer Erde und deren Artenvielfalt, bedrohlich auch und vor allem für die Biolandwirtschaft und die Bio-Lebensmittelwirtschaft."

Hauptziele des neuen Marsches von Berlin aus quer durch Deutschland mit einem Schlenker über Holland und durch Belgien bis Brüssel sind Öffentlichkeitswahrnehmung, Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung im Umgang mit der Agro-Gentechnik. Die Aktion will nicht als eine sich im „Dagegensein“ erschöpfende Demonstration verstanden sein, sondern sie will mit der Freude aus dem Laufen heraus Mut machen, unsere Zukunft in eigener Verantwortung aktiv lebenswert zu gestalten. Wilhelm will sich so für eine auch in Zukunft gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft engagieren. Die oft behauptete Möglichkeit einer Koexistenz von konventioneller, ökologischer und gentechnisch veränderter Landwirtschaft gebe es nicht, ist Wilhlem überzeugt. Die Agro-Gentechnik schaffe unumkehrbare Realitäten, deren Ernten schließlich auf unserem Teller landeten. Es gehe also gleichsam um einen Überlebenskampf: Mittelständisch und selbstverantwortlich erzeugte, regional verfügbare gesunde Bio-Lebensmittel oder weltweite konzernbeherrschte Agro-Gentechnik.


Auftaktveranstaltung in Berlin

Die Aktion wird am 17. Juni 2009 in Berlin mit einer großen Auftaktveranstaltung starten. Der Abmarsch ist dann für den 18. Juni geplant. Die Route wird durch wunderschöne Landschaften und viele historische Orte und Städte führen, wie die Lutherstadt Wittenberg an der Elbe,

Eisenach mit der Wartburg, Marburg oder Bonn als Sitz internationaler Organisationen. Voraussichtliche Ankunft in Brüssel wird am 25. Juli sein. Die umfangreichen Vorbereitungen sind angelaufen und zahlreiche Menschen, Firmen und Organisationen aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern haben ihre Unterstützung zugesagt. Als Informationsplattform dient wieder die spezielle Webseite: www.genfrei-gehen.de . In den Städten entlang der Route wird es wieder Veranstaltungen geben, in die Bio-Hersteller und Bio-Händler vor Ort mit einbezogen werden sollen. Wilhelm möchte vor allem den Biohandel motivieren, aktiv dabei zu sein.


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