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Elektrosmog: Europaparlament schiebt neue Grenzwertfestlegung auf die lange Bank
(13.05.2009)
EU-Abgeordnete Hiltrud Breyer (Die Grünen) fordert schnelleres Vorgehen
Die gute Nachricht zuerst: Bei elektromagnetischer Strahlung, deren Schädlichkeit durch eine Vielzahl von Studien belegt ist, muss das Vorsorgeprinzip gelten, so hat es das Europaparlament beschlossen. Bedauerlicherweise ist das Europaparlament jedoch auf halber Strecke stehen geblieben: Statt der klaren Forderung an den EU-Ministerrat, die 1999 festgelegten Grenzwerte zu verschärfen, soll nun ein wissenschaftlicher Ausschuss beurteilen, ob diese noch angemessen sind.
Die EU-Parlamentarierin Hiltrud Breyer (Die Grünen) betrachtet dies als Augenwischerei, da der zuständige Ausschuss in seiner jüngsten Stellungnahme die Schwelle für den Nachweis von Gesundheitsgefahren sehr hoch gelegt habe. Damit werde leider ein besseres europaweites Vorgehen gegen Elektrosmog auf die lange Bank geschoben.
Es sei - so Breyer - ein europapolitisches Armutszeugnis, dass die Bevölkerung in den EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich gut vor Strahlenbelastung durch Geräte und Funktechniken geschützt sei, die in allen EU-Ländern vertrieben und eingesetzt werden. Trotz des einheitlichen Binnenmarktes für Elektrogeräte gebe es weiterhin immens große Unterschiede beim Schutzniveau für die menschliche Gesundheit. Neun EU-Mitgliedsstaaten hätten bereits strengere Belastungsgrenzen festgelegt. In Luxemburg beispielsweise sei der Wert 14 Mal so strikt wie in anderen Ländern.
Mehr Infos:
www.hiltrud-breyer.eu/hbreyer/fe/pub/de/dct/491



