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Die Hoffnung für Zimbabwes Kleinbauern heißt "Bio"
(03.03.2010)
deutsch-zimbabwische Initiative "Kaite" gibt Perspektiven
Zimbabwe ist unter seinem Gewaltherrscher Robert Mugabe international weitgehend isoliert. Internationale Entwicklungshilfe bleibt seit langem weitgehend aus. Die Not wächst entsprechend. Die einst blühende Landwirtschaft verkümmert. Landflucht ist die Folge. Dass es dennoch Wege zur konkreten Verbesserung der Lage gibt, beweist die deutsch-zimbabwische Inititative "Kaite"
"Kaite" heißt in der Landessprache "eine Aufgabe gewissenhaft erfüllen". Ziel von Kaite ist es, kleinbäuerliche Familien in ökologischer Landwirtschaft auszubilden und ihnen langfristige Partnerschaft anzubieten. Damit können zimbabwische Kleinbauern an der Wachstumsdynamik des europäischen Bio-Marktes teilhaben.
Bio-Absatzmärkte für Afrika in Europa erschließen
Die Kleinbauern verpflichten sich, mindestens 0,5 Hektar Land ökologisch zu bewirtschaften. Hierfür stellt ihnen "Kaite" Saatgut für Spezialrohstoffprodukte wie Kräuter, Gewürze, Medizin- und Duftpflanzen sowie für Endverbraucherprodukte wie Gemüse und Grundnahrungsmittel zur Verfügung. Außerdem stellt "Kaite" Know-How und Beratung sowie die Erschließung der Absatzmärkte zur Verfügung. So werden mit der Lieferung von ätherischem Öl an die Naturkosmetik-Industrie bereits bescheidene Gewinne erzielt.
Deutsche Spenden helfen beim Aufbau
Der Gründer und Teamleiter der Initiative, Diplom-Landwirt Dominikus Collenberg, hat nach nur 2,5 Jahren bereits mehr als 600 Kleinbauern zusammen. Ziel sind 2000 betreute Mitglieder zum Jahresende. Der Aufbau der Organisation wird u.a. mit deutschen Spendengeldern vorangetrieben. Dazu gehören auch flankierende soziale Maßnahmen wie eine allgemeine Ernährungsberatung, eine Beratung über HIV und Aids sowie eine Gesundsheitsversorgung und Hilfe für die Schulbildung der Kinder.
Auszeichnung durch die UN
Die Initiative wurde jetzt mit dem "Golden Seed Award 2009" von der UN für ihr innovatives und mutiges Konzept ausgezeichnet. Der Preis wurde im Februar auf der Weltleitmesse für Bio-Produkte, der Bio-Fach in Nürnberg, überreicht.
Für Achim Steiner, den stellvertretenden Generalsekretär und geschäftsführenden Direktor der Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP)zeigt das Beispiel von "Kaite", "dass eine resourceneffiziente Bio-Landwirtschaft in Entwicklungsländern ähnlich bedeutend ist wie in den Industriestaaten".
Der neue deutsche Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) hat zugesagt, diese private Initiative zu fördern. "Kaite" hofft nun auf entsprechend wohlwollende Prüfung eines Kreditantrages beim deutschen Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit. Der Kredit würde für die kommenden 3 Jahre alle finanziellen Engpässe beseitigen und damit eine ungebremste Dynamik des laufenden Aufbaus unterstützen.



