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BioFach erfolgreich
(17.02.2010)
Weltgrößte Leitmesse für Bio und Naturkosmetik in Nürnberg
Auch mit ihrer 21. Ausgabe beweist sich die BioFach, die am 20. Februar zu Ende ging, als Weltleitmesse für Bio-Produkte mit in diesem Jahr 2.557 Ausstellern und rund 43.500 Fachbesuchern.
Während viele mit einem stärkeren Einbruch der Besucherzahlen rechneten, blieb dieser mit einem Minus von 7 % im überschaubaren Rahmen.
Der Bio-Markt bietet der Krise die Stirn
„Der Bio-Markt hat der Krise die Stirn geboten. Die vergangenen vier Messetage bewiesen: Diese Branche hat sich ihren Schwung bewahrt. Der Trend zu Bio und einem ökologisch nachhaltigen Konsum ist ungebrochen. Zeiten langsameren Wachstums bieten Gelegenheit zur Standortbestimmung und zur Erarbeitung gemeinsamer Zukunftskonzepte. Besonders gefreut haben wir uns über die große politische und mediale Aufmerksamkeit für Organic + Fair, das Thema des Jahres 2010“, so Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse.
Der Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Robert Kloos, eröffnete am Mittwoch, den 17.02.2010, die 21. BioFach und Vivaness (Fachmesse für Naturkosmetik) in Nürnberg in Anwesenheit von Katherine DiMatteo, Präsidentin des Schirmherrs IFOAM, und Oberbürgermeister Dr. Maly. Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU) hatte es sich nicht nehmen lassen, bereits am Nachmittag vor dem Eröffnungstag, an dem sie durch den traditionellen politischen Aschermittwoch verhindert war, mit einem Messerundgang diese Bio-Leitmesse zu besuchen.
Kloos hob hervor, dass der Bio-Markt ein stabiler Markt sei; er trotze der weltweit schwierigen Wirtschaftslage. Und er sei ein Zukunftsmarkt; der Zuspruch der Verbraucherinnen und Verbraucher für Bio halte an.
Ökologische und soziale Orientierung
Mit dem ökologischen und sozialen Zusatznutzen von Produkten greife, so Kloos, die BioFach in diesem Jahr einen Gesellschaftstrend auf, der nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für andere Produktgruppen gelte.
Eine besondere Herausforderung weltweit stelle nach wie vor die Ernährungssicherung dar. "Rund 1 Milliarde Menschen", so Kloos, "leiden Hunger!" Um diesen Hunger zu bekämpfen bräuchte es u.a. Anbauverfahren, die gut an die unterschiedlichen natürlichen und sozio-kulturellen Bedingungen angepasst sind. Einiges spräche dafür, dass dies am besten bei ökologischen Anbauverfahren gegeben sei.
Bio und fair ergänzen sich
Umsatzsteigerungen von 25 % im Jahr 2008 für fair gehandelte Produkte zeigten, so Kloos, dass die Grundprinzipien des fairen Handels für eine immer größer werdende Anzahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl der Lebensmittel würden.
Das sei eine überaus erfreuliche Entwicklung, zeige sie doch, dass mit dem Einkaufskorb wirkungsvoll Produktion und Handel beeinflusst werden könnten.
Rund 70 % der fair gehandelten Lebensmittel seien bio-zerfiziert. Dabei handele es sich mittlerweile um eine breite Produktpalette, die weit über die „klassischen“ Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao und Bananen hinausgehe.
Bio und fair ergänzten sich also vorzüglich. Bei Fairness denke er, Kloss, aber auch an Aktivitäten der Öko-Branche hier in Deutschland. Beispielsweise an den Branchenkodex der Naturkostbranche, an die Aktion bio-mit-gesicht sowie an Vermarktungsstrategien einzelner Unternehmen.
Frische, Internationalität und Innovationskraft
Frische, Internationalität und Innovationskraft zeichnen die BioFach als Weltleitmesse für Bio-Produkte aus. Sie führt jedes Jahr im Februar im Verbund mit der Vivaness, Weltleitmesse für Naturkosmetik und Wellness rund 2.500 Aussteller - zwei Drittel reisen aus dem Ausland an - und rund 46.000 Fachbesucher aus ca. 100 Ländern der Erde in Nürnberg zusammen. Unter Schirmherrschaft der IFOAM (Weltdachverband der ökologischen Anbauverbände) garantiert die BioFach mit strengen Zulassungskriterien für die konstant hohe Qualität der ausgestellten Produkte. Mit eigenen Veranstaltungen in Japan, den Vereinigten Staaten, Südamerika, China und Indien ist die BioFach auf fünf Kontinenten präsent.



